Integrationsbeirat: "Welcome Center" stellt sich vor - Fachkräfte sichern
Willkommen am Arbeitsmarkt

Willkommen in Weiden und der Region? Für viele Arbeitnehmer, auch aus dem Ausland, ist diese Frage alles andere als abstrakt. Das gilt nach Zahlen der Agentur für Arbeit Weiden gerade in den vergangenen Jahren. Waren es 2010 noch 2146 ausländische Arbeitnehmer im Agenturbezirk, sind es - Stand April 2016 - nun schon 5403. Die größte Gruppe davon machen natürlich die Nachbarn aus Tschechien aus. 2583 sind es aktuell.

Für In- und Ausländer


Diese Zahlen präsentierten in der Sitzung des Integrationsbeirats Dr. Marta Potužniková und Zdenka Forsterová. Die beiden sind so etwas wie ein Empfangskomitee für Arbeitnehmer aus dem Ausland, aber auch aus dem Inland, die sich für Jobs in der Region interessieren. Seit vergangenem August stehen sie für das neue "Welcome Center", angesiedelt bei der Weidener Arbeitsagentur.

Für Jobvermittlung sind die beiden zwar nicht zuständig - dafür gibt es andere Stellen. Aber ansonsten für eine ganze Menge. Das Center, das aus Mitteln des Eures-Programms der EU finanziert wird, hilft Interessenten beispielsweise bei Fragen zu Anerkennungen von Sprachkenntnissen oder Ausbildungsabschlüssen. Oder bei Bewerbungsmodalitäten, die sich schließlich von Land zu Land unterscheiden. Es ist aber auch Ansprechpartner für Fragen aus dem privaten Bereich: Wie findet man eine Wohnung? Wo gibt es Kindergärtenplätze? Und vieles mehr.

Das Center, erläuterte Potužniková, sieht sich als Informations- und Beratungsstelle für qualifizierte Arbeit- und Ausbildungsnehmer. Dabei gehe es nicht um Abwerbung, betonte sie. Aber das Ganze sei ein Teil der Fachkräftesicherung in der Region. Eben dadurch, dass eine Willkommenskultur geschaffen wird.

113 Beratungen


Gefragt ist das Angebot offenbar. 113 Beratungen zählte das Center seit September. Wobei vor allem in jüngster Zeit die Zahlen gestiegen sind. Die mit Abstand größte Gruppe bildeten dabei die Tschechen, gefolgt von Kroaten und Ukrainern. Aber auch Gespräche mit Unternehmen zählten zu den Aufgaben des Centers. Und die Zahl der Anfragen könnte weiter ansteigen. Jedenfalls planen Potužniková und Forsterová für das laufende Jahr unter anderem Auftritte bei Messen wie der Ausbildungsmesse. Aber auch Besuche in tschechischen Schulen - und umgekehrt Visiten der Schüler bei deutschen Arbeitgebern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.