Investitionen in der Region fallen unterschiedlich hoch aus
Zwischen 32 Euro und 22,6 Millionen für Schulen

Weiden/Amberg. Bei der Modernisierung von Schulen hinken Städte und Gemeinden um 34 Milliarden Euro hinterher. Das hat kürzlich die KfW-Bank in einer Studie herausgefunden. Darin haben die Wissenschaftler Zahlen von 1995 mit denen von 2015 verglichen. Im vergangenen Jahr steckten die Kommunen 2,9 Milliarden Euro in Schulgebäude - 1,3 Milliarden Euro weniger als 1995. Wie viel Geld die Schulen 2014 in der nördlichen Oberpfalz tatsächlich investierten, hat das Statistische Landesamt in Fürth ermittelt.

Mit weitem Abstand am meisten Geld verwendete die Stadt Weiden 2014 für die Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS/BOS). Über 22,6 Millionen Euro beträgt die gesamte Investition, für den Bau allein wurden 21,8 Millionen Euro ausgegeben. Der Spatenstich war im April 2013.

3,5 Millionen Euro brachte der Landkreis Schwandorf 2014 für den Erweiterungsbau des beruflichen Schulzentrums in Schwandorf (FOS/BOS) auf. "In der Dimension arbeiten wir weiter", sagt Michaela Gottmeier, Sachgebietsleiterin Hochbau. Denn auch 2015 und 2016 gab das Landratsamt jeweils 3,5 Millionen Euro für die Bauarbeiten an der Schule aus, erklärte sie. Der Erweiterungsbau koste insgesamt 13,7 Millionen Euro und werde noch dieses Jahr fertig, erläutert sie. Auch das Hauptgebäude des Schulzentrums wird saniert, die Arbeiten beginnen 2017. Insgesamt werden an der FOS/BOS 33 Millionen Euro eingesetzt, sagt Gottmeier.

Kosten über mehrere Jahre


Eine Millioneninvestition floss auch in die Dreifaltigkeitsschule (2,5 Millionen Euro) für die neue Zweifachturnhalle, berichtet Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiter der Stadt Amberg. Die Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule in Amberg erhielt 2014 2,4 Millionen Euro für die Generalsanierung der Schule, die insgesamt 9 Millionen Euro gekostet hat. Die Gesamtinvestition sei dort "bedeutend höher", sagt Dersch. Im Moment wird eine neue Dreifachturnhalle geplant, für die 10 Millionen Euro veranschlagt sind, erklärt Stephan Hofmann vom städtischen Bauamt.

2,4 Millionen Euro wurden 2014 für das sonderpädagogische Förderzentrum in Sulzbach-Rosenberg verwendet. Bis heute gab das Landratsamt für den Neubau und die Sanierung 5,8 Millionen Euro aus, erläutert Christine Hollederer, Pressesprecherin des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Insgesamt kosten Neubau, Sanierung des Altbaus und weitere Arbeiten an dieser Schule bis 2018 13,8 Millionen Euro.

Mit Investitionen von jeweils über einer Million Euro sind die Berufsschulen in Amberg, die Gymnasien im Landkreis Amberg-Sulzbach, die Grundschule in Sulzbach-Rosenberg, die kombinierte Grund- und Mittelschule in Vilseck, die Realschulen im Landkreis Neustadt/WN, die kombinierte Grund- und Mittelschule in Grafenwöhr, die Mittelschule in Vohenstrauß, die Realschulen und Gymnasien im Landkreis Schwandorf sowie die Grundschule in Plößberg in der Aufstellung des Landesamts vertreten.

Schlusslichter


In dieser Statistik sind die kombinierte Grund- und Mittelschule in Ebnath (Kreis Tirschenreuth) mit 96 Euro und die Grundschule in Neukirchen-Balbini (Kreis Schwandorf) mit 32 Euro die Schlusslichter. Beide Gemeinden gaben das Geld für Baumaßnahmen aus. "Der Bauhof hat für 32 Euro gearbeitet", erklärt Martina Held, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald die Investition.

Ebnaths Bürgermeister Manfred Kratzer berichtet, dass gerade Vorbereitungen für die Sanierung der Grund- und Mittelschule laufen. Beginn der Arbeiten, die 1,9 Millionen Euro kosten, ist 2017. "Ich vermute, dass die ersten Pläne für die Regierung 96 Euro gekostet haben", sagt Kratzer zur Investition.

Im Durchschnitt wurde für jede der 181 Schulen in den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/WN, Amberg-Sulzbach, Schwandorf sowie in den kreisfreien Städten Weiden und Amberg über 350 000 Euro ausgegeben. Im Jahr 2014 waren das nach den Zahlen des Statistischen Landesamts insgesamt gut 61 Millionen Euro. Die meisten Schulen haben einen vier- bis sechsstelligen Betrag erhalten.

Die Regierung der Oberpfalz hat 2015 als Fördermittel für Um- und Neubauten sowie Erweiterungen von Schulgebäuden 28,8 Millionen Euro ausgegeben, dieses Jahr waren es schon 34,4 Millionen Euro. "Den Oberpfälzer Kommunen liegt viel daran, ihre Schulen zu verbessern", sagt Markus Roth, Pressesprecher der Regierung der Oberpfalz. Die Investitionssummen liege weit höher, meinte er. Diese Zahlen würde die Regierung jedoch nicht erheben.
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