Jagdgenossenschaft Frauenricht plant Leitpfosten mit Reflektoren
Mehr Schutz vor Rehwildunfällen

Auf Anregung von Mitpächter Dieter Kneidl (links) plant die Jagdgenossenschaft Frauenricht um Vorsteher Matthias Gollwitzer (Vierter von links) Wildreflektoren an der Staatsstraße von Weiden nach Neunkirchen. Über Aktuelles berichtete Reinhold Gailer (rechts) von der Jagdbehörde. Bild: rdo

Frauenricht. An der Staatsstraße 2166 von Weiden nach Neunkirchen plant die Jagdgenossenschaft Frauenricht, an den Leitpfosten blaue Reflektoren zu installieren. Die Gefahr von Rehwildunfällen soll vermindern werden. Dazu werden Kontakte mit den Behörden geknüpft.

Vom Besuch der Hegeschau in Mantel und der Hegeringversammlung in Kohlberg berichtete Jagdvorsteher Matthias Gollwitzer zur Jahreshauptversammlung "Beim Durber". Bei der gemeinsamen Waldbegehung mit Försterin Andrea Sauer stellten die Verantwortlichen kaum Verbiss bei den Leittrieben, sondern nur geringe Schäden bei Seitentrieben fest. Jagdpächter Peter Baldauf dankte für die harmonische Zusammenarbeit mit der Genossenschaft und der Stadt Weiden.

Auf ein positives Jagdjahr blickte Mitpächter Dieter Kneidl zurück. Nachdem 2014 der beabsichtigte Abschuss an Rehwild nicht ganz erfüllt wurde, lief es dieses Jahr besser. Im Bereich des Flugplatzes seien sechs Stück mehr geschossen worden. Es gelang der Abschuss einiger Füchse, ein Dachs fiel dem Straßenverkehr zum Opfer. Niederwild wie Fasan und Rebhuhn sei seit Jahren nicht mehr im Revier. Die Anzahl der Hasen ist konstant.

Jäger mit Schalldämpfer


Kneidl lobte die großen Anpflanzungen im Wald von Christian Beierl. Im Bereich Halmersricht waren Wildschweinschäden aufgetreten. Die Tiere seien äußerst sensibel. 14 Tage nachdem Jäger Josef Götz im Revier letztjährig begonnen hatte, schoss er bereits ein Wildschwein. Erfreulich sei die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten, die immer Hilfsbereitschaft im Bedarfsfall signalisierten.

Als Revolution bezeichnete Reinhold Gailer von der Unteren Naturschutzbehörde die Möglichkeit der Verwendung eines Schalldämpfers auf der Waffe, der mit Eintragung in die Waffenbesitzkarte Genehmigung erhält. Er senke den Geräuschpegel um 20 bis 30 Dezibel und schone das Gehör von Jäger und Hund. Trotz positiver Eigenschaften erlaube das Waffenrecht noch keinen Einsatz von Nachtzielgeräten. Jäger und Jagdpächter können sich über neues digitales Kartenmaterial im Internet zu Schwarzwildbeständen informieren. Ebenso neu und informativ ist das Wildtierportal Bayern mit Hinweisen für Jäger und Landwirtschaft.

Die von Kassier Karl Bäumler angeregte Auszahlung des Jagdschillings an Latsch, Frauenricht und Halmersricht fand die Zustimmung der Versammlungsteilnehmer. Auch die Landfrauen erhalten einen Obolus.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.