Jahrestreffen der deutschen Sektion des International College of Surgeons
Koryphäen der Chirurgie

Professor Dr. Clemens Bulitta erklärte in der OTH die Funktionsweise eines OP-Roboters.

Operation Jahrestreffen der deutschen Sektion des "International College of Surgeons" geglückt: Die weltbesten Chirurgen versammelten sich in der Max-Reger-Stadt am OP-Tisch.

Sie kommen aus Japan, Amerika, Tschechien, Holland und Deutschland - und landeten in Weiden. Hier luden zum Jahrestreffen der deutschen Sektion des "International College of Surgeons" Professor Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Allgemeinchirurgie am Klinikum als auch Präsident der Deutschen Sektion des "International College of Surgeons", sowie Professor Dr. Clemens Bulitta vom Institut für Medizintechnik der OTH Operateure aus der ganzen Welt ein.

Unterschiedliche Techniken


Das College ist eine internationale Vereinigung von weltweit mehr als 1000 Chirurgen mit dem Ziel, Operateure aller Nationen, Rassen und Glaubensrichtungen zusammenzubringen. "Es trafen sich hier wahre Koryphäen der Chirurgie", erklärt Dietl. "Und je weiter die Entfernung unter den Ärzten ist, desto unterschiedlicher sind auch oft ihre Techniken." Indem man sich über Innovationen austausche, könne man viel voneinander lernen. "Da kommt es auch vor, dass der Amerikaner in Weiden die neueste Technik aus Japan mit nach Hause nimmt", betont der Chefarzt. Von der minimalinvasiven Versorgung von Wirbelkörperfrakturen über aktuelle Ergebnisse des hepatozellulären Karzinoms und das symptomatische Gallensteinleiden bis hin zur individualisierten Tumortherapie aus chirurgischer Sicht: Auf die Teilnehmer wartete ein abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm.

Einen Höhepunkt stellte die Besichtigung des integrierten Operationssaals und Hybrid-OPs am Klinikum dar. Doch was genau kann sich der Laie unter einem integrierten Operationssaal vorstellen? "Ich kann am OP-Tisch alles vom Tablet aus steuern", erklärt Dietl. Das Klinikum habe damit einen der modernsten OP-Räume weltweit. Vor allem in der Chirurgie spiele die Medizintechnik eine immer wichtiger werdende Rolle.

An der OTH wartete eine weitere Innovation auf die Teilnehmer: Einer der modernsten OP-Roboter der Welt. Er ermöglicht Chirurgen, auch aus der Ferne zu operieren. Aber Achtung: "Roboter ist eigentlich eine schlechte Bezeichnung. Derjenige, der operiert, bleibt der Chirurg. Allerdings muss dieser nicht mehr am Tisch stehen", erklärt Dietl. Den Roboter könne man sich als eine Art elektronisch verlängerter Arm des Arztes vorstellen. Er werde bereits weltweit erfolgreich eingesetzt.

Operieren mit Robotern


"Wir sind froh, dass wir die Medizintechnik haben und so gut mit ihr zusammenarbeiten", meint Dietl. "Wo wir in zehn Jahren in der Chirurgie stehen, kann jedoch noch keiner sagen."
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