Jetzt dämmert's: Kampf den Einbrechern
Polizei kontrolliert zum Einbruch der Dämmerung verstärkt in Wohngebieten

Symbolbild (Foto: Gerhard Götz)

Einbrecher kommen nur in der Dunkelheit? Von wegen. Viele nutzen die frühe Dämmerung, um in Häuser einzusteigen, warnt das Polizeipräsidium Oberpfalz. Ein Blick auf die Fälle der vergangenen vier Wochen in Weiden und dem Landkreis Neustadt zeigt: Das stimmt. Also was tun?

Gut 60 Prozent der Einbrüche, die das Polizeipräsidium Regensburg in den vergangenen vier Wochen in Weiden und dem Landkreis verzeichnete, passierten, nachdem die Dämmerung eingesetzt hatte. Vier von sechs Mal war das bei Wohnungseinbrüchen im Landkreis der Fall, ein von drei Mal in Weiden. Vornehmlich gelangten die Einbrecher über Türen ins Innere, die sie aufhebelten. Oder sie schlugen sich den Weg frei und brachen Fenster ein. Das taten sie oft in der Gewissheit, Wohnung oder Haus sind noch verlassen. Es brannte kein Licht.



"Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Einbruchskriminalität sprunghaft an", weiß Kriminalhauptkommissar Ernst Wager. Verstärkt haben es die Täter auf Wohnungen und Wohnhäuser abgesehen. Aber auch Geschäftsräume geraten immer wieder ins Visier. Um einen weiteren Anstieg der Einbruchsfälle vor allem in Wohnungen zu verhindern, "hat das Präsidium eine Bekämpfungsstrategie erarbeitet".

Schließlich wüssten die Beamten darum, wie stark das Eindringen von Unbekannten in die Intimsphäre der eigenen Wohnung die Menschen verunsichert. Und: "Dadurch wird das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung massiv gestört."

Die Folge: "In den nächsten Wochen kann es zu verstärkten Kontrollmaßnahmen in Wohnbereichen kommen", informiert Wager. Im Landkreis müsste die Polizei dann vor allem Präsenz in den Wohngebieten zeigen, in denen Einbrecher in den vergangenen Wochen mehrfach zugeschlagen haben: Weiherhammer und Pressath etwa. Nach Auskunft des Präsidiums werde versucht, überall verstärkt zu kontrollieren.

Einbruch verhindern: Das kann helfenAuch die Bürger können helfen, um weitere Einbrüche zu verhindern. Fünf Präventionstipps gibt das Polizeipräsidium Oberpfalz:

Unbekannte Personen bewusst wahrnehmen, Notizen zu deren Aussehen und Kleidung machen, Kennzeichen notieren. Aber keinen Kontakt aufnehmen. Besser sei es, die örtliche Polizei oder die Notrufnummer 110 zu wählen, um eine Personenüberprüfung anzustoßen.

Außen Bewegungsmelder an Wohnung oder Haus anbringen. Innen Zeitschaltuhren für die Beleuchtung installieren.

Gekippte Fenster beim Verlassen der Wohnung stets schließen.

Um einen besseren Schutz der Verschlüsse an Fenster und Türen zu erreichen, den Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter 0961/401-258 kontaktieren. Er weiß auch um die staatlichen Zuschüsse für die Anschaffung von Sicherheitseinrichtungen.

Bei längerer Abwesenheit Briefkästen regelmäßig leeren, Rolläden gelegentlich öffnen und schließen lassen. Die geplante Abwesenheit nicht über soziale Netzwerke bekannt geben. (mte)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.