Jobcenter informiert über Leistungen aus Bildungs- und Teilhabepaket
Geld für Kinder

"Durchwegs positiv, das machen wir wieder." So lautete das Fazit nach der Infoveranstaltung zum Thema "Leistungen für Kinder und Jugendliche aus dem Bildungs- und Teilhabepaket". Eingeladen hatte das Jobcenter Weiden-Neustadt. Die zuständige Sachbearbeiterin Christine Bergler stellte dabei die Leistungen für Kinder von Arbeitslosengeld-II-Empfängern vor, die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen und das Verfahren der Antragstellung.

Am meisten wird die Mittagsverpflegung in Schulen oder Kindertageseinrichtungen nachgefragt, erklärt Bergler. Das Jobcenter übernehme hierfür die Kosten abzüglich einen Euro pro Tag "häuslicher Ersparnis". Gerade zum Schuljahresende würden vermehrt Anträge auf Übernahme der Kosten für mehrtägige Klassenfahrten und eintägige Ausflüge mit der Schule oder der Kindertagesstätte gestellt. Die hierfür anfallenden Kosten werden in voller Höhe vom Jobcenter übernommen.

Ergänzende angemessene Lernförderung finanziere das Jobcenter ebenfalls, wenn die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe oder der erfolgreiche Schulabschluss gefährdet sind. Das Bildungspaket beinhaltet auch die Übernahme von Schülerbeförderungskosten, sagt Bergler. Da in Bayern hierfür vor allem die Kommunen im Zuge der Schulwegkostenfreiheit zuständig sind, komme diese Leistung aber nur selten zum Tragen.

Für den persönlichen Schulbedarf werden automatisch für Schüler zum 1. August 70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro mit dem Arbeitslosengeld II überwiesen, so Bergler. Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr stehen pro Monat 10 Euro für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zur Verfügung.

Für alle Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (außer Schulbedarf) gelte, dass sie nur auf Antrag gewährt und in der Regel nur direkt an den Anbieter der Leistung (z. B. Schule oder Verein) ausgezahlt werden. "Da eine Erstattung bereits gezahlter Beträge an die Eltern nur im Ausnahmefall möglich ist, sollen die Eltern auch nicht in Vorleistung gehen", rät Bergler. Im Übrigen gibt es dieselben Leistungen auch für die Bezieher von Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe und bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Allerdings sei in diesen Fällen nicht das Jobcenter, sondern Stadt oder Landratsamt zuständig.
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