Josefitag in Weiden
An Pep(s) fehlt es in der Stadt nicht

Freibier für alle Josefs am Samstag: Das gibt es heute noch in einigen Ecken Bayerns. Zumindest an diesem besonderen Samstag, 19. März, dem Josefitag. Die hiesige Brauerei hat dazu allerdings nicht eingeladen. Zoigl-Stuben haben deshalb auch nicht inseriert. Vermutlich, weil Freibier für alle Josefs nicht ganz billig werden würde.

Denn in Weiden fehlt es nicht an Pep. Also am Bayerischen. Pep ist ja, wie alle FC-Bayern-Fans wissen, nur die - unheimlich kostspielige - spanische Variante des Sepps.

Das städtische Ordnungsamt informiert über die wahren, die bayerischen Josefs. Aktuell wohnen demnach 399 Bürger mit diesem Namen in der Stadt. Die zwei ältesten Josefs wurden 1923 geboren. Der Jüngste, der bereits statistisch erfasst ist, im Mai 2014. Der tatsächlich jüngste Josef der Stadt kam eben erst am Mittwoch zur Welt und ist ein syrischer Sepp. Dazu aber später mehr. Generell ist erstmal festzustellen, dass Eltern sich heutzutage bei der Wahl dieses in Bayern einst so beliebten katholischen Vornamens für ihren Neugeborenen vornehm zurückhalten. Außer vielleicht ...

...sie kommen eben aus Syrien und gebären - so wie am Mittwoch - im Weidener Klinikum einen kleinen Jungen und nennten ihn Yousuf. Yousuf ist die arabische Form von Josef.

...oder Eltern bekommen ein Mädchen. Denn das weibliche Namensgegenstück zum Sepp erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Josefine. Zuletzt entschieden sich Weidener Eltern im November 2015 dazu, ihre Tochter so zu nennen.

Am Josefitag ist Yousuf gerade mal vier Tage alt, die Kleine Josefine vier Monate. Den ehrenvollen Namenstag hin oder her: Freibier für diese beiden wäre nun wirklich etwas unpassend.

Anlässlich des Josefitags, an dem die katholische Kirche dem Ziehvater Jesu besonders gedenkt, würdigt die Weidener Redaktion ihre ganz persönlichen Lieblings-Sepps: (von links) Seppl als Handpuppe und Kasper-Spezl, der FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola, Redakteurskollege Josef Johann Wieder und Josef Witt, der Gründer von Witt-Weiden. Bilder: hfz/dpa/Hartl/hfz

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