Jünger als die kleine Tochter
Christina Hering feiert am 29. Februar den zehnten Geburtstag

Christina Hering. Bild: Schönberger

Tochter Alina ist 14 Jahre alt, Tochter Elisa gerade 11 geworden. Beide sind damit älter als die Mama. Wie das? Ganz einfach: Christina Hering ist am 29. Februar 1976 geboren, also in einem Schaltjahr. Die Weidenerin kann nur alle vier Jahre am richtigen Datum Geburtstag feiern. So gesehen, wird sie heuer gerade mal 10 Jahre alt.

Wie fühlt man sich, wenn man 10 Jahre wird und schon berufstätig ist?

Christina Hering: Erwachsen.

Und was arbeiten Sie in diesem zarten Alter?

Hering: Seit 4 Jahren bin ich Büroleiterin bei meinem Mann in der Allianz-Hering-Agentur in Schirmitz. Gelernt habe ich den Beruf der Steuerfachgehilfin.

Spaß beiseite: Heuer gibt es ja einen 29. Februar, aber wann feiern Sie in den anderen Jahren?

Hering: Zwischen den Schaltjahren lade ich immer am 1. März ein. Vorfeiern soll man ja nicht. Ich sag' zwar immer: Am 28. Februar nachts mach' ich kurz einen Schnaufer, dann ist der Geburtstag schon wieder vorbei. Aber gefeiert wird erst am Tag danach.

Heuer haben Sie endlich wieder Gelegenheit, am 29. Februar zu feiern.

Hering: Das tue ich auch. Aber nur mit der Familie. Die große Party steigt nachträglich. Der 29. Februar ist ein Montag, so dass viele Gäste nicht lange bleiben könnten, weil sie am nächsten Tag zur Arbeit müssen. Freunde und Verwandte sind deshalb erst am Wochenende eingeladen.

Wird denn groß gefeiert? Es ist ja Ihr 40. Geburtstag.

Hering: Natürlich. Das wird eine große Sause. Ich erwarte 50 Gäste. Wir wohnen zwar am Rehbühl, aber gefeiert wird im Pfarrheim Maria Waldrast. Ich bin in Weiden-West aufgewachsen, direkt neben der Kirche, bin dort auch in den Kindergarten gegangen.

Wie war es für Sie als Kind, nur alle vier Jahre richtig Geburtstag zu haben? Haben Sie etwas vermisst?

Hering: Gar nichts. Im Gegenteil: Diesen Geburtstag vergisst keiner. Jeder denkt daran. Viele haben schon am 28. Februar gratuliert, dann habe ich immer gesagt, das ist doch noch zu früh. Viele haben aber auch erst am 1. März gratuliert.

Der 29. Februar 1976 war ein Sonntag. Sie sind also ein Sonntagskind. Macht sich das bemerkbar?

Hering: Meine Mama sagt immer, ich bin ein Glückskind, weil ich am Sonntag zur Welt kam.

Sehen Sie das auch so?

Hering: Ja. Ich habe Glück, weil ich einen guten Mann gefunden habe, weil ich zwei nette Kinder habe und weil ich schon zwei Unfälle hatte, bei denen nichts Größeres passiert ist. Einmal habe ich mir dabei den Fuß gebrochen, aber das hätte wesentlich schlimmer ausgehen können.

Bringt der 29. Februar noch weitere Vorteile mit sich?

Hering: Na, ganz klar: Man bleibt immer jung.
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