Juliane Wudtke Asylberaterin in Camp Pitman
Neue Helferin, Neue Räume

Künftig unterstützt sie andere bei der Ankunft in Deutschland. Zunächst aber wurde Asylberaterin Juliane Wudtke selbst an ihrem neuen Arbeitsplatz begrüßt - von Unterkunftsleiter Eugen Schmidt (von rechts), Netzwerk-Koordinator Manfred Weiß und Diakon Karl Rühl. Bild: Götz
Nicht nur baulich hat sich einiges verändert mit der Fertigstellung der neuen Containerhäuser in Camp Pitman: Seit Januar hat dort auch Juliane Wudtke ihren Arbeitsplatz. Sie übernimmt die Asylberatung der Diakonie. Wudtke hilft, wenn die Neuankömmlinge Fragen zum Asylverfahren oder zu Ämtergängen haben. Daneben ist die 35-Jährige Ansprechpartnerin bei allgemeinen Fragen. Zu Arzt- oder Schulbesuchen etwa.

Die Sozialpädagogin war zuletzt in der Altenhilfeberatung bei der Caritas Schwandorf tätig. Für sie sei zwar noch eine Menge neu, sagt Wudtke. Aber sie hoffe auf "viele schöne Begegnungen mit anderen Kulturen". Zuvor hatte Nadine Röckl-Wolfrum die Asylberatung inne, die nicht nur ein Angebot für die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft ist, sondern auch für andere Neuankömmlinge in Weiden. Röckl-Wolfrum befindet sich zurzeit in Mutterschaftsurlaub. Mittelfristig könnte die Beratung ohnehin auf zwei Stellen ausgebaut werden, sagt Diakon Karl Rühl . Wegen der gestiegenen Zahl an Asylbewerbern. Dabei bekomme die Diakonie als Träger längst nicht alle Kosten vom Staat erstattet. "Für uns ist das aber moralisch verpflichtend." Im Camp Pitman ist die Beratung jedenfalls "eine große Hilfe", wie der Leiter der Regierungsaufnahmestelle, Eugen Schmidt , sagt. "Das nimmt uns viel Arbeit ab."

Umgekehrt gibt es auch für die Helfer Erleichterungen. So hat nicht nur Wudtke einen der neuen Container als Büro erhalten, sondern auch Manfred Weiß , hauptamtlicher Koordinator der Diakonie für das Netzwerk Asyl. Es sei nicht normal, dass die Unterstützer direkt vor Ort unterkommen, betont Rühl. Und: Zu den beiden Büros kommt auch noch ein Doppelcontainer als Schulungs- bzw. Sozialraum hinzu. Die Ehrenamtlichen sollen ihn künftig für Besprechungen nutzen und für Angebote wie Deutsch- oder Malkurse. Ein wichtiger Fortschritt. Denn gerade Platzmangel ist ein häufiges Problem für die Helfer, sagt Weiß. "Das ist eine große Erleichterung."
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