KAB diskutiert über künftige Ausrichtung
Noch mehr soziales Profil

Beim Treffen von KAB-Vertretern aus dem Bistum ging es nicht nur um die künftige Ausrichtung des Sozialverbands. Diözesanvorsitzender Willi Dürr (rechts) und Hannes Kreller (zweiter von rechts) vom Bundesverband zeichneten auch Ortsverbände für ihre Mitgliederwerbung aus. Bild: uz

Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung aus dem ganzen Bistum gaben sich ein Stelldichein im Pfarrheim St. Johannes. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Sozialverband neu und auf die Zukunft hin profilieren kann.

Hannes Kreller vom KAB-Bundesverband stellte dabei in seinem Impulsreferat den aktuellen Stand des Reorganisationsprozesses auf Bundesebene vor. Auch in den Pfarreien vor Ort wird die KAB ihr soziales Profil künftig wieder stärker zeigen.

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Viele Leute kennen das Beratungsangebot im Arbeits- und Sozialrecht noch zu wenig. Sowohl für Menschen, die noch im Berufsleben stehen, aber auch für diejenigen, die schon in Rente sind, wird das "Netzwerk Sozialberatung" aufgebaut, an das sich Ratsuchende wenden können. Zusätzlich stehen über das ganze Bistum verteilt auch Versichertenälteste als Rentenberater zur Verfügung, deren Dienste kostenlos sind. Das soll noch viel bekannter gemacht werden.

Ab sofort werden die Ortsverbände auch den Elternkurs "Kess erziehen" für junge Familien anbieten. Die KAB hat dazu eigens Kursleiter ausbilden lassen, die mit den Eltern an fünf Abenden erarbeiten, wie diese bei Konflikten gelassener reagieren, notwendige Grenzen setzen und zugleich die Selbstverantwortung des Kindes fördern können.

Daneben will die KAB ihre Arbeitsweise stärker auf Kampagnen ausrichten. Um mit sozialpolitischen Themen in der Öffentlichkeit und von der Politik wahrgenommen zu werden, ist die Zusammenarbeit über alle Verbandsebenen hinweg geplant. Dies sei zuletzt sehr erfolgreich beim Auftakt zum Volksbegehren gegen das Handelsabkommen CETA praktiziert worden. Zehn Prozent der bayernweit eingegangen Unterschriften lieferte die KAB im Bistum Regensburg aufgrund ihrer guten lokalen Vernetzung. In gleicher Weise macht sich die KAB für den freien Sonntag stark, den die Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft mehr denn je brauche.

Anerkennung für Mütter


Die Delegierten wenden sich auch an die Bundespolitik. In den verabschiedeten Resolutionen fordern sie die Anerkennung von sechs Jahren Erziehungszeiten für Mütter, eine Grundsicherung für Kinder und eine Finanztransaktionensteuer auch in Deutschland.

Geehrt wurden bei dem Treffen die Ortsverbände Flossenbürg, Zeitlarn und Oberköblitz für ihren Mitgliederzuwachs. Flossenbürg gewann im vergangenen Jahr 14 neue Mitglieder, in Zeitlarn waren es 10 und in Oberköblitz 6. Mit einem Wortgottesdienst zum Thema "Sonntag" endete schließlich die Tagung.
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