Kanal verstopft mit Folgen
Rohrreiniger angezeigt

"Mich haben die noch mehr übers Ohr gehauen als die andere Frau", ärgert sich eine Wernberg-Köblitzerin. Weil der Kanal in ihrem Mietshaus in Rothenstadt am 6. Januar verstopft war und die Mieterin Druck machte, suchte die Frau nach einer Rohrreinigungsfirma. Sie habe eine Weidener Nummer aus einem Branchenbuch gewählt, weil sie zwei andere regionale Firmen nicht erreichen konnte, und sei zu einem Betrieb in Heuchelheim weitergeleitet worden - ähnlich dem Fall aus Weiden (wir berichteten).

Schließlich rückten Monteure an, hätten das Problem aber nicht lösen können. Das Ergebnis: eine Rechnung von 1173 Euro und der Wunsch der Firma nach einem Folgeauftrag für 4000 Euro. Der Knackpunkt: Die Kundin solle sich sofort entscheiden, dann könne man beim Preis etwas nachlassen. Das wollte sie jedoch nicht. Weil sie das Geld nicht bar dabei hatte, folgten ihr die Monteure bis nach Hause. "Wer hat da nicht Angst", sagt sie. Vorab sei ihr am Telefon zugesichert worden, sie könne mit EC-Karte zahlen. Als sie nachfragte, hieß es plötzlich: An Feiertagen gehe das Gerät nicht. Weil das Rohr noch verstopft war, kontaktierte die Frau am nächsten Tag eine Firma aus Weiherhammer. "Die Rechnung war wesentlich billiger: 316,84 Euro." Die Kundin erstattete Anzeige. "Der Sachverhalt wird bei der Staatsanwaltschaft im Landgericht Weiden vorgetragen, und dann wird sich der Staatsanwalt Gedanken machen, ob da Betrug erfüllt ist oder nicht", informiert Polizeisprecher Karl Gaach.
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