Kavalier der Straße
Vier weitere Retter ausgezeichnet

Die neuen Kavaliere mit ihren Urkunden (von links): Doris Bauer, Werner Englhard, Michael Lösl und Monika Michaud. Im Hintergrund die Mitglieder des Verleihungsausschusses im Medienhaus "Der neue Tag" sowie die Gastgeberin, Hauptkommissarin Stefanie Püttner (Zweite von rechts). Bild: Gerhard Franz

Weiden/Sulzbach-Rosenberg. Aus gutem Grund war die Polizei- inspektion (PI) Sulzbach-Rosenberg am Wochenende Gastgeber einer weiteren Auszeichnung von "Kavalieren der Straße" durch das Medienhaus "Der neue Tag". Drei Persönlichkeiten aus dem Einzugsbereich der PI hatten vorbildlich in einer dramatischen Situation geholfen.

Vier Soldaten verunglückt


Was war geschehen? An einem Samstag im März waren gegen 6 Uhr vier US-Soldaten - zwischen 19 und 26 Jahre alt- mit ihrem Pkw von der Autobahn in Richtung Sulzbach-Rosenberg unterwegs. Auf Höhe der Einfahrt zur Bereitschaftspolizei-Unterkunft geriet der Fahrer offenbar wegen Sekundenschlafs von der Straße ab. Das Auto kollidierte mit mehreren Bäumen und landete völlig demoliert wieder auf der Fahrbahn.

Der 22-jährige Fahrer war eingeklemmt, der Beifahrer lebensbedrohlich verletzt, die Insassen auf der Rückbank in kaum einem besserem Zustand. Aus dem Motorraum stieg Rauch auf. Doris Bauer und Werner Englhard aus Illschwang sowie Michael Lösl aus Ursensollen griffen beherzt ein. Bauer und Englhard bargen den Beifahrer und brachten ihn in sichere Entfernung. Englhard und Lösl konnten die verkeilten hinteren Türen öffnen und die beiden Amerikaner ins Freie bringen. Doris Bauer kümmerte sich um die Verletzten - dem Fahrer jedoch war nicht zu helfen. Erst die Feuerwehr konnte ihn befreien. Für diesen Einsatz gingen Urkunde, Plakette, Aufkleber und Anstecknadel die Helfer, die nun zum Kreis der "Kavaliere" zählen.

Selbstlos geholfen


Eine Urkunde für "vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr" ging an Monika Michaud aus Nürnberg. Sie hatte im Juli auf der A 93 auf Höhe Luhe-Wildenau ein brennendes Fahrzeug entdeckt. Spontan bot sie der Fahrerin aus München Hilfe an, gab ihr 100 Euro für die Zugfahrt in die Landeshauptstadt und einen Rucksack, um die wenigen Habseligkeiten zu verpacken. Handtasche und Geldbeutel auf dem Beifahrersitz waren verbrannt. Die dankbare Münchnerin hat die 100 Euro später zurückbezahlt.
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