Kepler-Gymnasium nun ebenfalls „Schule ohne Rassismus“ – Dr. Jörg Skriebeleit lobt das hohe ...
„Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden“

Lehrerin Diana Götzl (links) präsentiert mit den Schülern des P-Seminars die Urkunde. Dr. Jörg Skriebeleit (Vierter von rechts und Pate des Projekts) sowie Schulleiterin Sigrid Bloch (Zweite von rechts) zeigen sich beeindruckt von der Leistung der gesamten Schule. Bild: ppzi

Das braucht Courage. Denn "Schule ohne Rassismus" zu werden, ist gar nicht so einfach. Viel Arbeit steckt in dem Projekt, das jetzt erst richtig losgeht. "Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen". Mit diesem alten chinesischen Sprichwort, begrüßte Sigrid Bloch, die Leiterin des Kepler-Gymnasiums Weiden, die Gäste, Schüler und Lehrkräfte. "Vor 36 Jahren habe ich hier selbst Abitur gemacht", freute sich Herbert Schmid von "Arbeit und Leben in Bayern" über die Einladung und wies auch gleich auf die Verpflichtung hin, die der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" mit sich bringen wird.

Stellvertretend für das P-Seminar "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" führten Julia Fröhler und Franziska Vog durch das Programm. Musikalisch gestaltete der Unterstufenchor unter der Leitung von Eispert Tilman die Veranstaltung. Zusätzlich sangen Ronja Künkler und Saskia Lang aus der Q11 im Duett .

Viele Vorgaben


Nicht jede Schule bekomme diese Auszeichnung. Finanziell unterstützt wurde das Projekt, durch das Bundesprogramm "Demokratie leben" und dem Förderverein. Dank dem persönlichem Engagement der Schüler und der Mitarbeit der vielen Lehrkräfte war es möglich, die Vorgaben zu erfüllen. Zunächst musste die Schulgemeinschaft über das Thema informiert und sensibilisiert werden. Ein Pate für das Projekt musste gefunden und mehr als 70 Prozent Unterschriften aller Menschen, die in der Schule lernen und arbeiten, gesammelt werden. Mit der Unterschrift verpflichten sie sich, gegen jede Form von Diskriminierung an der Schule aktiv vorzugehen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Von Mal zu Mal sammelten die Schüler des P-Seminars mehr Unterschriften und begeisterten mit ihren ihre Aktionen beim Elternsprechtag, beim Besuch von Veit Wagner von Amnesty International, mit dem Infostand am Kepler-Weihnachtsmarkt und auch am Tag der offenen Tür. Jede Chance wurde genutzt, um über Themen und Projekte wie "Was ist Rassismus?", "Rechtsrock" bis hin zu "deutsche Taliban-Kämpfer" anzusprechen und darüber aufzuklären.

Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, ist Pate des Projekts. Er überraschte mit einer sehr persönlichen Rede, in der er seine Schulzeit kritisch hinterfragte. Mit den Worten "Offenheit leben, Differenzen aushalten und lösen", plädierte er weiterhin für ein hohes Engagement und eine kritische Schulgemeinschaft.

Spaziergang durchs Kepler


Nach der Verleihung der Urkunde durch Projektkoordinatorin Andrea Glaubitz luden die Schüler auf einem Spaziergang durch das Kepler-Gymnasium ein, um Kunstwerke und andere Objekte zum Thema "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vorzustellen. Gemeinsam mit Kunstlehrerin Karina Ertl gestalteten die Schüler große Leinwände. Das Besondere: Während der Gestaltung durfte nicht kommuniziert werden.

Mit Kunstlehrer Axel-Thomas Schmidt entwickelten die Schüler eine eigene Marke. Unter dem Namen "need no racism" schufen sie verschiedene Objekte wie Taschen und T-Shirts. Diese wurden mit Sprüchen gegen Rassismus und für Courage bedruckt. Sie orientierten sich dabei an bekannten Künstlern wie Helene Fischer oder Justin Bieber. Aus "Atemlos" beispielsweise wurde "Rassismuslos".
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