Klimaschutz-Managerin referiert bei Greenpeace
Gefahren vor der Haustür

Wege, vor Ort etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen: Die bekamen die Mitstreiter von Greenpeace bei einem Vortrag aufgezeigt. Bild: Otto

Es ist nicht bloß der Eisbär, dem irgendwo die Scholle wegschmilzt. Welche Folgen der Klimawandel auch hierzulande hat, ist Thema bei Greenpeace - und manchmal auch im eigenen Garten.

Auch in der Oberpfalz sind die Gefahren des Klimawandels ein wichtiges Thema, um das sich Städte und Kommunen kümmern müssen. In Marktredwitz tut das Tina Aldinger - als Klimaschutz-Managerin. Über die Situation in der Region und ihre Arbeit referierte sie bei Greenpeace Weiden.

"Der Klimawandel ist nicht weit weg. In Forchheim gab es im Sommer ein Gießverbot. Wegen der Wasserknappheit", betont sie den Ernst der Lage vor der eigenen Haustür. Wenn die Gletscher in einigen Jahren geschmolzen seien, werde es noch viel ernster werden. Das Argument, das Klima habe sich schon immer geändert, lässt sie nicht gelten. "Das hat menschliche Ursachen, das belegt die Forschung."

In Marktredwitz arbeitet die Umweltplanerin mit Schwerpunkt Klimatologie seit Dezember. Vorrangig geht es dabei um das Erreichen der Ziele des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 mit dem seit 2012 existierenden integrierten Klimaschutzkonzept. Tina Aldingers Aufgaben sind vielgestaltig. Sie reichen von der Initiation und Umsetzung konkreter Maßnahmen und der Vernetzung und Einbindung wichtiger Akteure über die Auswertung und Fortschreibung der CO2-Bilanz bis zum internen Informationsaustausch, Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation von Veranstaltungen. Aktuell befasse sie sich beispielsweise mit einem weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger und zukunftsfähiger Energieversorgung.

Es gehe um die integrierte Wärmenutzung in einem Stadtteil und im Umfeld der Kläranlage - einschließlich der Betrachtung der Wärmepotenziale der Kläranlage.

Tina Aldingers Stelle ist zunächst befristet auf drei Jahre - so lange finanziert der Projektträger Jülich über das Bundesumweltministerium die Klimaschutzmanagerin zu 85 Prozent. So kann eine wichtige Stelle auch in Zeiten knapper Kassen eine Option für andere Kommunen und Städte sein.
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