Kriminalpolizei klärt Einbruchserie in Bäckereien und Metzgereien
Über 40.000 Euro Beute

Zwei Tresore, die die Polizei aus der Naab in Wernberg-Köblitz bergen konnte. Bild: Polizeipräsidium Oberpfalz

"Mit hohem personellen Aufwand und Vernehmungsgeschick" klärte die Kriminalpolizeiinspektion Weiden in enger Kooperation mit Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Amberg eine Einbruchsserie in der mittleren und nördlichen Oberpfalz, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Die Taten ereigneten sich im Zeitraum vom 12. Dezember 2015 bis zum 10. April in Weiden, Amberg, Pressath und Hirschau. "Der Schwerpunkt lag dabei im Stadtgebiet Weiden."

Die festgenommenen Tatverdächtigen im Alter von 22 und 25 Jahren hatten es vorwiegend auf Bäckerei- und Metzgereifilialien in Verbrauchermärkten abgesehen. Mittlerweile erließ ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Weiden Haftbefehl gegen die beiden Männer wegen "besonders schwerer Fälle des Diebstahls".

Die Tatverdächtigen stammen aus dem Landkreis Neustadt/WN. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand brachen die beiden Männer in 17 Bäckerei- oder Metzgereifilialen ein und gelangten so an Beute im Gesamtwert von über 40.000 Euro", informierte Albert Brück vom Polizeipräsidium. Zusätzlich sei durch die teils "brachialen Aufbrüche" ein Schaden in Höhe von knapp 7.000 Euro entstanden. In zwei weiteren Fällen sei es den Tätern trotz "offensichtlicher Bemühungen" nicht gelungen, an die Beute zu gelangen.

Bei ihren Taten seien die zwei Männer meist gewaltsam über Nebeneingangstüren in die Geschäftsräume eingedrungen. Dort suchten sie gezielt nach Tresoren. "Diese entwendeten die Diebe soweit möglich komplett und öffneten die Wertbehälter später in sicherem Terrain", erklärte Brück.

Auf die Spur kamen die Ermittler den mutmaßlichen Einbrechern in der Nacht von Samstag, 9. April, auf Sonntag. Gegen 1.30 Uhr wurde die Polizei über einen "möglichen Einbruch" in eine Metzgereifiliale in der Bayreuther Straße in Amberg informiert. Die Polizeiinspektion Amberg leitete sofort eine groß angelegte Fahndung ein. Dennoch gelang es den Tätern, den Tatort "unerkannt" zu verlassen. Allerdings bemerkten die Beamten ein Fahrzeug, das im "Tatortumfeld" geparkt war.

Da die Polizisten an dem VW Golf gestohlene Kennzeichen feststellten, stellten sie das Fahrzeug für eine weitere Untersuchung sicher. "Im Zuge verschiedener Überprüfungen gerieten die beiden Männer aus dem Landkreis Neustadt/WN schließlich in den Fokus der Weidener Kriminalbeamten", informierte Albert Brück. Weitere Überprüfungen, Befragungen und Vernehmungen in der gleichen Nacht "erhärteten" den Tatverdacht gegen die mutmaßlichen Einbrecher.

Am Sonntagmorgen, 10. April, trafen die Beamten die Männer bei ihrer gemeldeten Adresse im Landkreis Neustadt/WN an und nahmen sie fest. Nachdem sie mit den Tatvorwürfen konfrontiert wurden, "zeigte sich das Duo den Weidener Ermittlern gegenüber umfangreich geständig". Daraus hätten sich zahlreiche neue Erkenntnisse ergeben, die nun mit den an den Tatorten gesicherten Spuren, abgeglichen werden.

So gelang es den Beamten, einen Zusammenhang mit Tresoren, die am 7. März in Wernberg-Köblitz in der Naab gefunden wurden, herzustellen. Offenbar habe laut Polizei das Duo verschiedene Tresore in dem Fluss entsorgt.

Da den beiden polizeibekannten Tatverdächtigen vorgeworfen wird, dass sie sich mit den Taten ihren Lebensunterhalt verdienten, wird ihnen eine gewerbsmäßige Ausführung vorgeworfen. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. "Für die Ermittler in Weiden und Amberg gilt es nun, neben den bekannt geworden Fällen auch zu prüfen, ob das Duo nicht noch für weitere Taten infrage kommt", erklärte Brück.
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