Laufgruppe aus Flüchtlingen und Einheimischen trainiert ab sofort wöchentlich zwei Mal
Das etwas andere Nofi-Training

Kurz vor dem Start zum ersten Lauftraining stellte sich die neue Flüchtlingslaufgruppe zum Gruppenbild. Mit dabei auch "Laufschuhsponsor" Stephan Loew (links), Diakonie-Koordinator Manfred Weiß (Dritter von links) sowie die Trainer Maria Dirnberger und Robert Spickenreuther (rechts). Bild: sbü

Noch war nicht alles perfekt, aber mit dem ersten Trainingslauf waren doch alle zufrieden. Schließlich sind fast vier Wochen Zeit, um sich richtig vorzubereiten. Etwas Hilfe wird auch noch gesucht.

15 junge Flüchtlinge starteten zusammen mit einigen Einheimischen zum ersten Training für den Nofi-Lauf. Als Trainer waren Maria Dirnberger und Robert Spickenreuther aus der Gruppe "Sportaktivitäten" des Netzwerks Asyl dabei. Die erforderlichen Laufschuhe waren von Stephan Loew (Lifestyle) zur Verfügung gestellt worden. Aus dem Lauftreff soll eine feste Einrichtung werden, bei der auch nach dem Nofi-Lauf Flüchtlinge mit Einheimischen gemeinsam trainieren. Montags und freitags um 18 Uhr werden je nach Leistungsvermögen eine oder mehrere 1,5-Kilometer-Runden im Gebiet der Ostmark-Kaserne gemeinsam gelaufen.

Manfred Weiß, Koordinator Ehrenamt der Diakonie, ruft für die nächsten Termine weitere Einheimische und Flüchtlinge auf, sich der Laufgruppe anzuschließen. "Wir wollen zunächst für den Nofi-Lauf und dann auch für danach eine möglichst große gemischte Gruppe zusammenbringen." Wenn genügend kommen, könnten mehrere Leistungsgruppen gebildet werden. Er ist optimistisch und hat für den Nofi bereits 50 Startnummern reservieren lassen.

Niemand brauche Bedenken haben, dass er oder sie mit dem Tempo nicht mithalten könne, schließlich gebe es unter den Flüchtlingen ebenso "sehr Schnelle und die eher Gemütlichen". Dies war auch am Tage des ersten Trainings zu beobachten. Kaum war das Startsignal vergangen, passierte das, was bei fast jedem Volkslauf zu beobachten ist. Die gesamte Läufergruppe "raste" viel zu schnell los. Bereits nach einem Kilometer fiel das Feld weit auseinander. Die meisten konnten, andere wollten das hohe Anfangstempo nicht durchhalten. Hier gibt es für die beiden Trainer noch viel Arbeit.

Ein paar echte Talente


Vielleicht meldet sich noch der eine oder andere Laufexperte und unterstützt die Trainer. Schließlich sind beim Nofi-Lauf fast 6 Kilometer zu bewältigen und alle sollten den Lauf so beginnen, dass am Ende nicht die Puste ausgeht. Dennoch konnte am ersten Trainingstag schnell beobachtet werden, dass unter den teilnehmenden jungen Flüchtlingen gut drei oder vier echte Lauftalente sich verbergen. "Da stimmen einfach Figur und Laufstil, jetzt müsste eben noch das richtige Training kommen", sagte ein Beobachter des Laufgeschehens.

Weiß berichtet von den anderen Sportterminen der Gruppe "Sportaktivitäten" im Netzwerk Asyl. Donnerstags, 17 Uhr, sei Hallensport (Fußball, Handball, Volleyball) im Augustinus-Gymnasium angesetzt. "Ab dem 1. Mai kann auf dem Sportplatz des Augustinus-Gymnasiums Fußball gespielt werden." Fußball sei nun einmal die Lieblingssportart der jungen Flüchtlinge, weiß Weiß und hofft, dass auch auf dem Augustinus-Sportplatz Einheimische und Flüchtlinge gemeinsam kicken. An Ostern gab es Schwimmkurse für Kinder von der DLRG. Wegen Schneemangels hätte das geplante Skilanglauftraining ausfallen müssen.

Nofi-TrainingDie Laufgruppe des "Netzwerks Asyl" trifft sich jeden Montag und Freitag, 18 Uhr, am Eingang der Gemeinschaftsunterkunft "Camp Pitman", Kasernenstraße (hinter Offizierscasino). Jeder kann mitmachen: Je nach Leistungsvermögen werden eine oder mehrere 1,5-Kilometer-Runden im Gebiet der Ostmark-Kaserne gemeinsam gelaufen.
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