Launisches und hintergründiges zu Religionen und Glauben
Hat Gott Humor?

Hintergründig, aber mit Respekt für verschiedene Religionen gehen Pfarrer Alfons Foster (links am kleinen Tisch) und NT-Redakteur Manfred Hartung (rechts daneben) im Café Mitte mit Witzen der Frage nach: "Hat Gott Humor?" Bild: Dobmeier

Waren Adam und Eva Chinesen? "Nein", lautet die richtige Antwort, sonst hätten sie ja die Schlange und nicht den Apfel gegessen. Und so launisch geht es weiter beim Themenabend "Hat Gott Humor?"

Thea Rauchenecker begrüßte als Vorsitzende des Vereins Café Mitte den katholischen Pfarrer Alfons Forster aus Michldorf und NT-Redakteur Manfred Hartung. Auch zahlreiche Gäste kamen zur Veranstaltung der Christlich-jüdischen Gesellschaft, bei der Rauchenecker anmerkte: Humor ist die beste Medizin und Lachen verlängert das Leben.

Deshalb waren es viele Witze, die sich um die Frage drehten, welche Religion ist die richtige? Dabei blieb die Antwort aber offen. Jeder dürfe seinen Glauben leben, wenngleich eine Prise Humor zwischen den Religionen ein Ansporn sein könne, um deren Ansichten zu hinterleuchteten. Humor könne dem Ansehen des Glaubens in der heute eher atheistischen Zeit zuträglich sein, wie die Veranstaltung unterhaltsam bewies.

Telefonieren mit Gott


"Liebe Gäste katholischen, evangelischen oder jüdischen Glaubens, liebe Monotheisten, Polytheisten, Atheisten oder Kapitalisten" begrüßten die Redner, um zugleich den Kapitalismus als Religion satirisch zu hinterfragen. Christen und Juden pflegen ein entspanntes Verhältnis zu Humor. Im Islamismus hingegen sind keine Witze über Gott und den Glauben vorgesehen, was die Vortragenden akzeptierten.

So besuchte der Großrabbiner aus Jerusalem den Papst und bestaunte das schöne goldene Telefon auf seinem Schreibtisch: "Damit kann ich mit Gott sprechen." Und er erlaubte ihm zu telefonieren für die Gebühr von 50 Euro. Beim Gegenbesuch in Jerusalem sah der Papst ebenfalls ein schmuckes Telefon auf dem Sekretär des Rabbiners und fragte: "Darf ich telefonieren und was bin ich für das Gespräch mit Gott schuldig?" 50 Cent, entgegnete der Rabbiner." "Warum so billig?", fragte der Papst erstaunt. Worauf der Rabbiner entgegnete: "Es ist ja nur ein Ortsgespräch!"

Viel vom Weinen zu lesen


Dann bohrten die Zuhörer doch nach: "Hat Gott nun Humor?" In der Bibel gebe es keine Stelle, wo Gott gelacht habe, aber vom Weinen Jesu könne man darin lesen, erläuterte Pfarrer Forster. Jesus habe bei der Vermehrung des Weins bei der Hochzeit zu Kana das Feiern unterstützt und den Besuchern die Freude und das Lachen vergönnt. "Wenn man aber beobachtet, welche Kreaturen Gott erschaffen hat, muss er doch großen Humor besessen haben", entgegnete Manfred Hartung sehr zur Freude des Publikums.

Auch die Zuhörer beteiligten sich rege. So witzelte Wolfgang Dirscherl: Der Pfarrer wollte dem Rabbiner etwas Gutes tun und wusch ihm das Auto. Darauf begann der Rabbiner tags darauf den Autoauspuff des Pfarrers abzusägen. "Warum tust du das?", fragte er. Darauf der Rabbiner: "Wenn du mein Auto taufst, beschneide ich deines."
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