Lehrer unterstützen Lehrer – und bedürftige Schüler
Besondere Stiftung

Die Vorstandschaft der Lehrerstiftung (von links): Norbert Heil, Emil Karl, Elfriede Hermann, Björn Sommer. Bild: R. Kreuzer

Es gibt nur eine kleine Feier, aber immerhin besteht die Weidener Lehrerstiftung seit einem Vierteljahrhundert. Die Ziele sind auch nicht auf Feiern ausgelegt, sondern auf Hilfe, auch wenn das schwieriger geworden ist.

Die Stiftung wurde 1990 vom Lehrerehepaar Helmut und Germana Limprecht gegründet. Ursprünglicher Stiftungsgrund war Unterstützung für unverschuldet in Not geratene Lehrer und ihre Familien. Durch die Verdoppelung des Stiftungsvermögens war es möglich, den Stiftungszweck zu erweitern. Es wurden auch Schüler einbezogen, denen in Bildungsaufgaben unter die Arme gegriffen wird, wenn der Sachaufwandsträger die Kosten nicht übernimmt.

Der langjährige Vorsitzende Emil Karl trat in der Vorstandssitzung in der "Gaststätte Dagner" aus Altersgründen von seinem Amt als Vorsitzender zurück, er bleibt der Vorstandschaft als Stellvertreter erhalten. Die Vorstandschaft dankte ihm für 13 Jahre Arbeit an der Spitze. Nachfolger ist Björn Sommer als Vorsitzender. Dank galt auch Norbert Heil als Kassenverwalter, der seit Gründung der Stiftung zum Führungsteam gehört. Schriftführerin bleibt Elfriede Hermann.

Der Vorstand erörterte den Haushaltsvorschlag für das laufende Jahr: Durch das niedrige Zinsniveau ergibt sich eine unbefriedigende Finanzsituation, da aus dem Zinsertrag des Grundvermögens sowohl die Fördermaßnahmen als auch der Inflationsausgleich vorzunehmen ist.

"Vom Grundgedanken her müsste die Stiftung einen Inflationsausgleich schaffen, was einer Erhöhung des Grundstocks gleichkommt, also Vermögen muss im Wert, sprich Kaufkraft, erhalten bleiben", sagte Vorsitzender Sommer. Weil das Zinsniveau aber sehr niedrig ist, somit das gar nicht möglich ist, darf die Stiftung auch die andere Variante wählen. Dazu muss sie ein Drittel der erhaltenen Zinsen dem Vermögen zuführen und kann nur zwei Drittel für den Stiftungszweck ausgeben. "Aus dem Wenigen bleibt also noch weniger, was man ausgeben kann. Der Grundstock muss erhöht werden, der ausschlaggebend für die zukünftige Anerkennung der Stiftung ist."

Die Vorstandschaft besprach Aufgaben, die anstehen. Als nächstes wird ein Antrag der Pestalozzi-Mittelschule besprochen. Gewünscht wird eine Klassenlektüre, um die Lesekompetenz der Mittelschüler zu fördern. Im letzten Jahr wurde bereits für die Max-Reger-Schule ein Klassensatz Lektüren angeschafft.
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