Leserbrief
Bärendienst an den Migranten

"Burka, Kinderehen, Harting: Hauptsache Empörung":

Es ist uns nicht egal, ob Sportler, die uns auf der sportlichen Weltbühne vertreten, bei der deutschen Nationalhymne herumhampeln und Grimassen schneiden. Dies ist ein Zeichen von Respektlosigkeit unserem Land gegenüber. Entschuldigen wir das mit dem Siegesrausch. Empörung ist dennoch geboten. Empörung ist Pflicht, wenn Kinderehen in Deutschland geduldet werden. Kindesmissbrauch ist eines der abscheulichsten Verbrechen, die es gibt. Im Iran hat sich eine Elfjährige umgebracht, nachdem sie mit einen 15 Jahre älteren Mann verheiratet wurde. Aber das ist ja kein Grund, sich aufzuregen.

Empörung ist Pflicht bei der Vollverschleierung. Dabei ist es völlig egal, wie die korrekte Bezeichnung des Gewandes ist. Die Vollverschleierung, im Übrigen auch das Kopftuch, ist nichts anderes als eine Unterdrückung der Frau. Und alle Männer, die sich dieser Meinung anschließen, sind nicht automatisch notgeile Bikiniglotzer. Frauen in Europa haben zu lange für die Gleichberechtigung gekämpft, um sie jetzt von den patriarchalischen Strukturen des Islam kaputt machen zu lassen. Menschliches Miteinander kann nur von Angesicht zu Angesicht funktionieren. Dass die Integration sowieso schon schlecht genug funktioniert, hat man daran gesehen, wie viele Türken für Erdogan auf die Straße gegangen sind.

Wir haben es satt, dass man in die rechte Ecke gestellt wird, wenn man die Einhaltung europäischer Werte und Kultur einfordert. Am schlimmsten ist jedoch, dass diejenigen, die vor lauter Toleranz zerfließen, nichts zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beitragen. Im Gegenteil, sie erweisen den Migranten einen Bärendienst.

Maria und Fritz Frischholz, 92637 Weiden
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