Leserbrief
Beitragszahlungen: EU von Großbritannien schlichtweg erpresst

Zum drohenden "Brexit":

Bei der ganzen Diskussion und Berichterstattung ist mir aufgefallen, dass niemand mehr von den Nettozahlungen der Briten in den EU-Haushalt spricht. Großbritannien ist neben Deutschland einer der größten Nettozahler! Das ganze Getöse von Cameron bezüglich eines möglichen Austrittes der Briten aus der EU war seinerzeit in aller erster Linie mit dessen Ansicht von zu hohen Zahlungen Großbritanniens in den EU-Haushalt begründet. Plötzlich - im Zuge der Flüchtlingskrise - ging es bei den Verhandlungen augenscheinlich nur noch darum, wann in Großbritannien wer welche Sozialleistungen erhält. Will man uns ernsthaft erzählen, dass das Thema Nettozahlungen, vor dem Hintergrund der anstehenden Abstimmung, keine Rolle mehr gespielt hat? Cameron ist sicher nicht vom Verhandlungstisch aufgestanden ohne, für den Fall dass Großbritannien in der EU verbleibt, eine milliardenschwere Reduzierung der britischen Beiträge erpresst zu haben.

Wenn der eine weniger zahlt, muss im Umkehrschluss ein anderer mehr zahlen, wer wird das wohl sein? Oder man spart, aber ich glaube, darauf sollten wir nicht vertrauen. Die EU hat sich von Großbritannien erpressen lassen, es wird nicht bei diesem Fall bleiben! Liebe Politiker, um wie viele Milliarden Nachlass, eine Zahl bitte, für Großbritannien wurde verhandelt, nachdem die Kameras und Mikrofone abgestellt waren?

Ulrich Köber, 92637 Weiden
Weitere Beiträge zu den Themen: Leserbriefe (402)EU-Haushalt (1)
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