Leserbrief
Der Gutmensch

Aus der Seele

Zum Kommentar "Unwort 2015: Von guten und nicht ganz so guten Menschen":

Ein zutreffender Kommentar, der mir aus der Seele spricht, besonders "Es ist Zeit, dem Pöbel das Unwort wegzunehmen und es positiv zu besetzen. Denn es ist gut, ein ,Gutmensch' zu sein". Genau so sehe ich das auch. Manchmal meint man aber, sich dafür schämen zu müssen, so naiv und gutgläubig zu sein.

Maria Estl, 95704 Pullenreuth

Halbwahrheiten

Da sollte sich die Presse vielleicht mal selber in den Spiegel sehen. Wer wirft denn mit derartigen Floskeln nur so herum? Doch wohl Sie von der Presse. Sie sind es doch, die Wörter wie Kollateralschaden, Döner-Morde, Rentnerschwemme u. a. unter das Volk bringen. Also brauchen Sie sich auch nicht zu wundern, wenn derartige Begriffe im Volk Verwendung finden. Und was das Wort Gutmenschen angeht muss ich sagen, dass jemand, der die Wahrheit sagt - z. B., dass nicht alle Asylanten und Ausländer Gutmenschen sind, wie die Vorkommnisse in Köln und den anderen Städten gezeigt haben - von Leuten wie Ihnen sofort in die rechte Ecke gestellt wird.

Ist das denn normal oder vielleicht auch etwas linkslastig? Denn auf dem linken Auge scheinen Sie von der Presse alle offensichtlich blind zu sein. Über Schandtaten der Linken berichten Sie nur wenig oder eben Halbwahrheiten. Ich sehe zwischen rechten und linken "Ferkeln" jedenfalls keinen Unterschied - beide wollen einen anderen, von mir nicht gewünschten Staat. Deswegen ist der immer wieder für die Presse verwendete Begriff Lügenpresse zwar nicht richtig - aber Halbwahrheiten-Presse, was Sie wohl auch sind, klingt für mich noch schlimmer.

Das Volk ist nicht so dumm, wie Sie von der Presse zu denken scheinen. Es weiß die Dinge schon richtig einzuordnen - auch, wenn es mit Halbwahrheiten bedient wird. Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben, bevor ich mir keine Zeitung mehr kaufe, weil's mich langsam anödet und ich für Derartiges kein Geld mehr ausgeben will. Übrigens verwundern mich auch die vielfach - in der Zeitung - verwendeten Denglisch-Begriffe wie Flashmob oder Shitstorm. Schreiben Sie doch gleich mal - nachdem auch die oftmals auffälligen Rechtschreibfehler im Deutschen vermieden werden - einen ganzen Artikel in gutem Englisch, dann könnte man die Zeitung auch die Kinder lesen lassen.

Richard Fehlner, 92242 Hirschau
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