Leserbrief
Der Kunde zahlt die Mehrkosten

"Digitales Netz elektrisiert":

Zuerst möchte ich mich outen. Habe seit 1981 eine E-Heizung. War nie billig, aber wie ich finde, früher eine gute Alternative zu Kohle- oder Gasöfen. In dem Artikel sagt der Bayernwerk-Vorstandsvorsitzende, dass sich der Strompreis zu 50 Prozent aus Umlagen zusammensetzt. Meine Abrechnung 2015 weist 25 Prozent reinen Energieeinkauf, Vertrieb und Service aus. Der große Rest von 75 Prozent besteht aus Konzessionsabgaben, Umlagen und Netz. Ist das noch real? Wenn nun noch digitale Messstellen mit einem externen Betreiber hinzukommen, sind das erneut Kosten, die der Kunde zu zahlen hat. Außerdem wird angeführt, dass der Strom-Überschuss heute tagsüber anfällt. Da könnte man doch den sogenannten Nachtstrom auch tagsüber einspeisen. Zur E-Mobilität möchte ich anmerken, dass Auto- und Radfahren mit Strom sowie öffentliches WLAN kostenlos sind bzw. sein sollen, aber das Heizen mit Strom seit Jahren miesgemacht wird.

Teils müssen wir zu viel erzeugten Strom an die Nachbarländer verschenken, andererseits reicht er fast nicht für eine "ausgeglichene Spannung". Die Zukunft wird "spannend" und sicher auch teuer! Vielleicht sollte man sich mehr auf die Speicherung des zu viel erzeugten grünen Stroms konzentrieren. Es gibt angeblich so viele kluge Köpfe; wo sind sie?

Waltraut Weiß, 92637 Weiden
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