Leserbrief
Die Hoffnung nicht so schnell aufgeben

Zu den rassistischen Vorfällen in Zorneding:

Mit Zorneding und seinem resignierenden kongolesischen (katholischen) Pfarrer sind jetzt Dimensionen erreicht worden, die wir im christlichen Abendland bisher für undenkbar gehalten haben. Deutschland ist für uns nicht mehr das Land, auf das man nach dem Wiederaufbau so stolz sein konnte. Man mag zu Angela Merkel stehen wie man will, aber ihrer unbeirrbaren Haltung kann man nur Bewunderung zollen. Und gerade jetzt bräuchte sie volle Unterstützung von ihren eigenen Leuten. Aber mit Dauer-Parolen wie Obergrenzen u. a. wirft ihr die Schwesterpartei nur Knüppel zwischen die Beine, wohlwissend, dass dies die Lösung nicht sein kann. Mit den Worten zündeln, das Feuer und die Morddrohungen ergeben sich dann schon von selber. Die Empörung nehmen wir Seehofer sogar ab, aber sie kommt nach seinen außenpolitischen Aktivitäten viel zu spät und nicht entschlossen genug.

Wir wünschen uns, dass sich die beiden Kirchen vor Ort entschiedener als bisher zu Wort melden. Von einigen wenigen Weidener Kanzeln war schon was zu hören, nur weiter so. Sich einmischen ist zwar unbeliebt, aber jetzt ist Verantwortung gefragt. Ganz sicher wird sich Papst Franziskus, ganz im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger, zu dem Problem, aber auch zu den unhaltbaren Zuständen in europäischen Ländern mit katholischen Mehrheiten deutlich äußern. Der Fall Zorneding mit seinem Amtsbruder Ndjimbi-Tshiende aus Afrika lässt ihn bestimmt nicht unberührt. Man sollte in dem von ihm ausgerufenen Jahr der Barmherzigkeit die Hoffnung so schnell nicht aufgeben!

Ursula und Wolfgang Lindner 92637 Weiden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.