Leserbrief
„Durch Windräder allein keine sichere Stromversorgung“

"Durch Windräder allein keine sichere Stromversorgung":

Ich frage mich, wie kann man die 10H-Regel als vernünftig und sinnvoll bezeichnen? Und die gesamte Energiewende sei nicht mehr als "verpulvertes" Geld? Auch wenn es dem einen oder anderen Bundesbürger, vor allem uns Bayern, noch nicht aufgefallen sein mag: Die Energiewende ist, witzigerweise, alternativlos. Denn sie fußt nicht auf irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Ideen.

Der Ausbau regenerativer Energien ist auch eine Reaktion auf den Klimawandel. Man kann streiten, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die Atomkraftwerke in Deutschland noch laufen zu lassen, und lieber die Kohlekraftwerke abzuschalten. Aber die Angst der Deutschen vor der Atomkraft war halt einfach zu groß. Egal, ob man nun für oder gegen Atomkraft ist, fossile Brennstoff sind keine Alternative. Sie sind ein Notnagel. Doch man tut sich leicht, die Energiewende zu kritisieren, wenn man keine Alternativen nennen muss. Anders muss es halt sein. "Wirklich sinnvoll", "tragfähig", "nachhaltig", so soll die Energieversorgung sein. Da fragt sich ein aufmerksamer Leser: Ja, wenn sie keine Windkraft und keine Solarenergie wollen, was wollen sie denn dann? Fossile Brennstoffe?

Liegt ihr Groll auf die Energiewende einfach nur daran, dass sie so unbedarft durch das Leben gehen, dass sie deren Notwendigkeit nicht sehen? Oder liegt es daran, dass sie glauben, der Klimawandel existiere nicht? Aber bei dieser Frage geht es nicht um Meinungen. Der Klimawandel ist ein wissenschaftlicher Fakt, bar jeder Relativierung. Die Natur lässt nicht mit sich verhandeln.

Manchmal würde man gerne die Augen zumachen und sich wünschen, wenn sie wieder auf sind, sollen alle diese Zweifler bitte verschwunden sein. Aber man tut es nicht. Nein, man setzt sich hin und redet mit den Leuten, auf dass sie doch bitte einsehen mögen, "ohne Windräder geht es nicht". Von den Energiewende-Gegnern kann man das wohl nicht behaupten. Es scheint, sie haben die Augen zugemacht und angefangen zu träumen: von einer Welt, in der sich nichts ändert und alles sich so verhält, wie es ihnen gefällt.

Sebastian Witzl, 92685 Floß
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