Leserbrief
E-Mobilität erst am Anfang

"E-Mobilität: Europas Autobauer humpeln der Zukunft hinterher":

Der Grund, warum weder die europäische Autoindustrie noch die Konkurrenz aus dem Rest der Welt es bisher geschafft haben, einen Mittelklassewagen zu einem Preis anzubieten, der nicht über dem eines Autos mit Verbrennungsmotor liegt, besteht vorwiegend darin, dass es sich bei der Elektromobilität um eine verhältnismäßig neue Technologie handelt. Auf der anderen Seite ist gerade dadurch, dass wir erst am Anfang der Entwicklung der E-Mobilität stehen, mit wesentlich schnelleren technischen Fortschritten zu rechnen als beim Verbrennungsmotor, dessen Entwicklungspotenzial weitgehend ausgereizt ist. Wir werden das 2017 am deutlichsten daran sehen, dass es eine ganze Reihe von Elektromobilen im für breite Schichten erschwinglichen Preisbereich geben wird, die eine Nennreichweite von mindestens 300 Kilometern (statt bislang etwa 200 Kilometer). Ich glaube schon, dass eine Kaufprämie von 4000 Euro (also über 10 Prozent des Anschaffungspreises) einen funktionierenden Anreiz zur Marktausweitung darstellt.

Was den Einsatz von Elektrofahrzeugen als Speichermedium betrifft, bin ich auf künftige Entwicklungen gespannt, denn bisher ist das Thema Stromspeicher, die für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar sind, von der schwarz-roten Bundesregierung praktisch ignoriert worden. Ich denke, dass es eher darauf hinauslaufen wird, abgewirtschaftete Batterien von Elektrofahrzeugen in einer Art "zweitem Leben" als Speicher zu verwenden, als dass die Batterien in großem Stil als Pufferspeicher eingesetzt werden, solange sie sich noch im Fahrzeug befinden.

Josef Witt, 92224 Amberg
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