Leserbrief
Erwacht endlich die SPD?

Zum Zustand der SPD:

Spät, aber nicht zu spät, erkennen die Verantwortlichen der SPD, dass man die Schutzmacht der kleinen Leute sein muss. Seit der Agenda 2010, die vor 16 Jahren verbrochen wurde, geht es mit der sogenannten Volkspartei bergab. Andere Parteien haben das Soziale auf ihre Fahnen geschrieben. Die Ohren müssen für die Sorgen der Bürger geöffnet und nicht geschlossen sein. Man hat oft den Eindruck, dass das Volk nicht als mündig angesehen und nur für eine Wahl "missbraucht" und danach wieder vergessen wird. Was würden August Bebel und Willy Brandt zu "ihrer" SPD sagen? Sie würden sich schämen und wären entsetzt, wie schlimm es um die SPD steht.

Geht es nur um die Macht, um wieder gewählt werden? Geht es um den Menschen? Beinhaltet das Kümmern auch das Zuhören? Denken wir an den ehemaligen Bundesgeschäftsführer der SPD, Ottmar Schreiner oder an den Sozialpolitiker Rudolf Dreßler: Diese Männer stehen für die sozialdemokratische Nichts wurde aus den Wahlniederlagen gelernt, nichts aufgearbeitet. Man macht einfach so weiter und hofft, dass es bei der nächsten Wahl nicht noch schlimmere Ergebnisse gibt. Die Grundwerte der SPD, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, werden schon sehr lange nicht mehr verwirklicht. Und das Volk empfindet es auch so. Das zeigt sich bei den Wahlen. Dass die SPD so verkümmert, liegt doch einzig und allein an dem Verrat dieser Werte.

Die Menschen haben es satt, dass sie vertröstet, dass sie nicht ernst genommen, dass sie nur als Stimmen-Geber benutzt werden. Ob man wirklich aufgewacht ist, bezweifle nicht nur ich. Schläft man weiter oder ersteht die SPD wie Phönix (der Wiedergeborene) aus der Asche?

Wolfgang Göldner, 92637 Weiden
Weitere Beiträge zu den Themen: SPD (270)Leserbriefe (395)Volksparteien (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.