Leserbrief
Fehler im "System Müller"

"Regensburger Domspatzen: Mindestens 231 Kinder misshandelt" :

Jetzt sind die Konsequenzen zu ziehen. Die wichtigste ist der Rücktritt von Generalvikar Michael Fuchs. Er muss zurücktreten, weil er in besonderer Weise für das "System Müller" in der Diözese Regensburg steht. Dieses System des ehemaligen Bischofs und jetzigen Kardinals Dr. Gerhard Ludwig Müller hat sich selbst für allmächtig erklärt. Fuchs trägt als Vertreter des Bischofs, und damit als wichtiger Teil dieses Systems, Mitverantwortung dafür, dass die Aufklärung der Missbrauchsfälle über Jahre hinweg verzögert oder sogar verhindert wurde.

Bischof Voderholzer ist jetzt gefordert. Es spricht für ihn, dass er das Gespräch mit Opfern gesucht hat. Doch jetzt muss er personelle Konsequenzen ziehen, um die Domspatzen aus der Schusslinie zu nehmen und er muss klar erklären, dass für das - im Anschluss an die schlimmen Verfehlungen vor Jahren - entstandene Desaster nicht die heutige Domspatzen-Führung die Verantwortung trägt, sondern die Leitung der Diözese Regensburg. Die Regensburger Domspatzen sind nicht nur ein Aushängeschild für die Stadt und die Region, sondern sie sind musikalisch Weltklasse. Und das soll auch in den nächsten Jahrhunderten so bleiben!

Fritz Wallner, 84069 Schierling
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