Leserbrief
Geld ist die Welt

"EZB zwingt zum Aufschwung":

Draghi ist seit 2011 als Chef der EZB oberster Währungshüter im Euro-Raum. Er ist ein profilierter Bankmanager mit Erfahrungen in der Finanzpolitik, er war Präsident der italienischen Nationalbank und Vizepräsident bei Goldman Sachs. Die EZB öffnet die Geldschleusen mit gedrucktem Geld. Damit soll der Aufschwung erzwungen werden. Gegen alle Kritik weitet der Chef die umstrittenen Anleihekäufe aus - ohne Rücksicht auf Haftungsrisiken bei Zahlungsausfällen. Diese Risiken sollen vergemeinschaftet werden. Den höchsten Anteil der Haftung übernehmen die deutschen Steuerzahler! Dies wollte Peter Gauweiler, ehemaliger CSU-Politiker, auf keinen Fall hinnehmen und reichte Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Nach Meinung des Klägers dürfe der EZB-Präsident bei geldpolitischen Entscheidungen zugunsten der Krisenstaaten gar nicht mitwirken. Es sei nichts anderes als eine Staatsfinanzierung durch die Hintertür. Draghi kennt nur eine Prämisse: Geld ist die Welt, und die Welt ist Geld. Und Geld bricht letztendlich Gesetze.

Auch die Einlagensicherung bei den Kreditinstituten soll zu einer europäischen Sicherung zusammengefasst werden. Dagegen leisten die deutschen Sparkassen große Widerstände, weil sie fürchten müssen, ihre eigenen Sicherungstöpfe zur Abwicklung maroder Banken im Euro-Raum abgeben zu müssen. "In Geldsachen hört die Gemütlichkeit auf": Ein Sprichwort, das ein hoher Bankfachmann der EZB bei einer Leitzins-Verhandlung äußerte. Er heißt Mario Draghi, Präsident der EZB.

Max Tröster, 92242 Hirschau
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