Leserbrief
Großbritannien macht es vor

Zum Abschneiden des deutschen Teams bei der Olympiade:

Wie bei den gesamten Spielen gab es Licht und Schatten, wobei trotz einiger sehr guter Leistungen das Gesamtfazit der sportlichen Ausbeute eher als ausreichend, aber sicher nicht als gut bewertet werden muss. Man nehme mal die Briten als europäische Nachbarn als Beispiel. Diese waren eher eine mittelprächtige Olympia-Nation und sind binnen weniger Jahre in vielen Disziplinen zum Maßstab geworden: durch gezielte Programme und Förderungen, nicht zuletzt von staatliche Seite. Die Initialzündung war wohl die Vergabe der Spiele nach London, was einen richtigen Schub auf Jahre gesehen brachte.

Dass Deutschland seit 1972 keine Spiele mehr ausrichtete, hat viele Gründe, aber diesbezüglich hat auch der Staat selbst versagt. Diesbezüglich wäre der Spruch "wir schaffen das" sehr angebracht und würde unserem Land gut tun. Aber leider haben wir uns mit dem Nein für Hamburg, was wohl tolle Spiele geworden wären, wieder für viele Jahre die Tür zugemacht. Das war ein tolles Grundkonzept, aber leider hat vielen der sprichwörtliche "Arsch in der Hose" dafür leider gefehlt, auch dem Staat.

Marcus Pschorn, 95652Waldsassen
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