Leserbrief
Hinter dem Rücken der Bürger: "Höchst peinlich und skandalös"

Ich bin vor nun fast drei Jahren nach Amberg gezogen. Berufsbedingt, ich wurde an ein Amberger Gymnasium versetzt. Ich habe mich damals sofort ein wenig verliebt in die Stadt und auch die Menschen hier. Das alte Städtchen hat wirklich Charme und Potenzial für mehr. Was mich aber schon immer etwas gestört hat und noch immer stört, ist die Rückwärtsgewandtheit der Mehrheit der Bevölkerung, was Autoverkehr angeht. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten ist der Radverkehr hier wirklich erbärmlich. Gleiches gilt für die nicht vorhandenen Radwege. Das Auto scheint das Ein und Alles zu sein.

Darüber, dass nun in der sehenswerten Altstadt eine potthässliche Tiefgarage gebaut werden soll, und Fußgängern und Menschen, die einfach nur flanieren wollen, das Einkaufserlebnis mit Abgasen, Platzknappheit und Lärm noch schwerer gemacht werden soll, kann ich als Auswärtige nur den Kopf schütteln.

Wie die ganze Sache zudem abläuft - wider aller Vernunft (unter den Tisch gefallene Gutachten) und hinter dem Rücken der Öffentlichkeit - ist natürlich darüber hinaus höchst peinlich und skandalös. Ich hoffe, die Amberger Zeitung bleibt an diesem wichtigen Thema dran. Ich denke, da werden sich noch einige Gemüter erhitzen und viele Meinungen zutage kommen. Bleibt zu hoffen, dass am Ende eine vernünftige Entscheidung getroffen wird, die der Stadt Amberg und den kommenden Generationen dient und nicht nur einigen Wenigen in die Tasche spielt.

Lisa Kinkelin, Amberg
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