Leserbrief
Holz-Feinstaub nur der Transporteur für Gifte

"Staub fein aufgewirbelt"

Der NT befasste sich fast ganzseitig mit Feinstaub, speziell aus Holzheizungen. Die Sprecherin des Bundesamts für Umwelt erklärt Feinstaub für gefährlich, weil er in die Lungenbläschen gelangen kann. Sie rechnet auch vor, um wie viel sich dadurch unsere Lebenserwartung verkürzt. Spontan stelle ich mir die Frage: Wie konnten zum Beispiel Schreiner eine solche Belastung bisher überleben? Interessiert lese ich weiter: Feinstaub kann in besonderen Maße Schwermetalle oder krebserregende Stoffe binden. Aha! Das heißt also, Holz-Feinstaub ist nur der Transporteur für Gifte, denn beim Verbrennen von Holz entstehen gar keine giftigen Stoffe. Im Holz sind kaum Schwermetalle enthalten, die dann aber auch nicht verbrennen oder verdampfen, sondern in der Asche zurückbleiben.

Leider gibt uns der Artikel keine Auskunft über die Entstehung und Herkunft der Umweltgifte. In dem Bericht wurde der Überbringer, sprich Transporteur, schlechter Nachrichten hingerichtet. Heute ist das nicht viel anders: Ab 2017 gilt eine neue Immissionsschutzverordnung, die besagt, dass bei Neuanlagen von über 4 KW (Zimmerofen) nur noch ein Fünftel des bisherigen Feinstaubwertes erreicht werden darf. Ohne sündhaft teure und umständliche Filtertechnik ist das nicht mehr möglich.

Kaum jemand wird sich so einen Ofen zulegen. Eine ganze Branche - die der Ofenbauer, Kachelofenbauer, Heizkesselhersteller usw. - wird für etwas bestraft, an dem sie gar keine Schuld trägt.

Otto Schindler, 92737 Weiden
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