Leserbrief
Holzofen als Müllverbrennung

Zum Thema Feinstaub:

In Verruf geriet der Feinstaub, weil sich an Rußpartikeln vor allem aus dem Dieselmotor unverbrannte, bzw. nur teilweise verbrannte ringförmige krebserregende Kohlenwasserstoffe aus dem Treibstoff anlagerten. In der Lunge wirken sie gesundheitsschädigend. An Nord- und Ostsee verdunstet Meerwasser und das winzige, in Feinstaubkorngröße zurückbleibende Meersalz schwirrt in erheblichem Anteil durch die Luft. Dies wirkt in der Lunge gesundheitsfördernd. Es liegt also an dem Stoff, und nicht an der Größe der Partikel. Leider wird bei den Messungen da nicht unterschieden. Ein schwerer Fehler. Staub aus Holzöfen enthält überwiegend Mineralien und kaum Kohlenwasserstoffe, vor allem keine besonders gefährlichen ringförmigen. Das gilt aber nur, wenn das Holz trocken ist, es möglichst heiß verbrennt, genügend Sauerstoff bei der Verbrennung anwesend war und keine "sonstigen" Stoffe verbrannt wurden.

Leider gibt es einige "Saubären" (ich weigere mich, hier eine beschönigende Bezeichnung zu verwenden), die meinen, ihr Holzofen sei ihre private Müllverbrennungsanlage. Wer Kunststoffe verschürt, vergiftet sich und seine Nachbarn. Das ist zwar verboten, wird aber nicht wirklich kontrolliert und ist bei funktionierender Müllabfuhr samt Wertstoffhof absolut unverständlich. Der Kaminkehrer sollte einmal im Jahr bei jeder Anlage den gekehrten Ruß untersuchen lassen müssen: Auffälligkeiten liefert dann das Labor direkt an die Staatsanwaltschaft. Michael Bartl, 92280 Kastl
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