Leserbrief
Innenstadt soll nicht zum Freiluftmuseum werden

Welche Entwicklung nimmt unsere Stadt? Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die das Gesicht unserer Stadt für die nächsten Jahrzehnte, beziehungsweise 100 Jahre prägen werden. Dabei müssen das ehemalige Bürgerspitalgelände und der Leerstand Storg/Forum in der Bahnhofstraße als Einheit betrachtet werden.

Wird die Innenstadt zu einem Freiluftmuseum? Weitet sich die Kneipenmeile am Marktplatz noch aus? Oder entsteht eine lebendige, pulsierende Innenstadt mit Handel, Dienstleistung und Wohnen?

Eine Studie erwartet bundesweit 50 000 Ladenschließungen in den nächsten Jahren. Kleine und mittlere Städte werden besonders betroffen sein. Wie entwickelt sich der Einzelhandel in Zukunft? Wird der Internethandel noch mehr an Bedeutung gewinnen?

"No parking, no business" ("Keine Parkplätze, kein Geschäftsleben") - diese Gleichung hat Rudolf Wöhrl erst vor einigen Wochen aufgestellt. Eine Tatsache, die einfach nicht zu widerlegen ist. Wird eine Revitalisierung des Leerstands Storg/Forum ohne ein entsprechendes Parkplatzangebot überhaupt gelingen?

Wer wird seinen Wocheneinkauf in einem dort eventuell vorhandenen Lebensmittelsupermarkt bis zur Ziegeltor- oder Bahnhofsgarage tragen? Warum gibt es in Ambergs Innenstadt nur (noch) einen Lebensmittelmarkt, und den in der oberen Georgenstraße? Der Wohnungsbau in der Innenstadt soll forciert werden, dazu gehört aber auch ein Parkplatzangebot.

Das angesprochene Gutachten von Städteplaner Prof. Harald Kurzak beschäftigte sich seinerzeit nur mit dem Bürgerspital-Areal. Jetzt zeichnet sich eine Lösung mit Einbeziehung der Oberen Nabburger Straße ab.

Wird die Tiefgaragen-Einfahrt wirklich so ein Monstrum? Was hat das Baureferat dazu anzubieten? Fragen über Fragen, die der Stadtrat baldigst lösen muss. Er ist dabei nicht zu beneiden.

Dieter Spörl Amberg
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