Leserbrief
Keine amerikanischen Verhältnisse in Deutschland

"Einblick in Verhandlungspoker":

Die USA erpressen Europa bei den TTIP-Verhandlungen, weigern sich ordentlichen Gerichten zustimmen, wollen ihr Risikoprinzip auf Europa ausweiten. Ich war vom Artikelinhalt nicht überrascht. Beispiel Risikoprinzip: Ein Hersteller möchte einen neuartigen Herzschrittmacher auf dem Markt platzieren. Dazu sind in Deutschland oft jahrelange Testreihen und Versuche erforderlich mit dem Ziel, das Risiko für den späteren Empfänger zu minimieren. Beim Risikoprinzip der USA wird der Patient zur Versuchsperson! Erst wenn Komplikationen auftreten, wird geschaut, woran es liegen könnte. Das dieses Prinzip gerade in medizinischem Bereich fatale Folgen haben kann und wird liegt, auf der Hand. Jetzt sollte doch dem letzten Zweifler klar sein, was TTIP für Deutschland und Europa bedeutet. Die Kanzlerin sprach erst kürzlich von Wachstum und Wohlstand für alle durch TTIP, wirklich für alle, oder werden nur die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer? Wo sind denn die Jobs, die durch NAFTA, dem Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexico und Kanada, entstehen sollten? Die Autobauer von Detroit wissen die Antwort, denn ihre Jobs sind massenhaft nach Mexico verlagert worden, wo es noch billigere Arbeitskräfte gibt, von Arbeitnehmerrechten brauchen wir erst gar nicht reden.

Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse in unserem Land. Unter derartigen Bedingungen sind die Verhandlungen sofort abzubrechen!

Ulrich Köber, 92637 Weiden
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