Leserbrief
"Klimaschutzmanager beim Landkreis kann auch der Stadt Tipps geben"

Zum Artikel in der SRZ "Breiter Konsens für Klimamanager" vom Montag, 22. Februar:

Voranstellen möchte ich, dass ich durchaus offen bin für Klima- und Umweltschutz und ich meine, jeder von uns kann in seinem Haushalt und Freizeitverhalten dazu beitragen, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder noch eine bewohnbare Umwelt genießen dürfen. Und natürlich muss da auch die Politik das Ihrige dazu leisten.

Doch der Artikel in der SRZ erweckt bei mir den Eindruck, dass ein Klimamanager die Lösung für all unsere Umweltprobleme wäre und alle, die nicht dieser Meinung sind, die ewig Gestrigen sind, die nichts für den Klimaschutz übrig hätten.

Lassen wir die Kirche doch mal im Dorf. Ein Umweltschutzmanager kostet der Stadt monatlich einige tausend Euro, nehme ich an. Soweit mir bekannt, ist die Stadt Sulzbach-Rosenberg, so wie viele andere Gemeinden auch, verschuldet. Und mir sagt mein hoffentlich gesunder Menschenverstand, dass man sparen muss, wenn man Schulden hat, weil sonst unsere Kinder und Enkel damit belastet werden. Hätten wir Geld wie Heu, wäre ein Klimamanager überhaupt kein Thema. Ich frage mich also: Wenn wir jetzt dieses Geld für einen Klimamanager ausgeben, wo will die Stadt diese Ausgaben einsparen?

Beim Waldbad? Bei der städtische Sing- und Musikschule? Oder gar bei den örtlichen Feuerwehren? Und wo in unserer Stadt gab es in letzter Zeit völlig überflüssige Straßenneubauten, die die Stadt zahlen musste? Wenn ich durch unsere Stadt gehe, fallen mir zig Straßen ein, denen eine Erneuerung gut täte, wozu wir aber offensichtlich kein Geld haben.

In dem Artikel lese ich, dass ohne Einleitung von wirksamen Sofortmaßnahmen zum Schutz des Klimas auf die Stadt Folgekosten zukommen, gegen die die Ausgaben für einen KSM nur Peanuts wären. Äh ... welche? Behebt dann der KSM die Mängel an Klimaschutzmaßnahmen, so dass die Planung, Anschaffung und Wartung solcher Maßnahmen nichts kostet? Wohl eher nicht. Diese Kosten müssen wir natürlich tragen, meine ich.

Aber der KSM kostet uns für die Beratung nur zusätzlich. Soviel ich weiß, haben wir beim Landkreis einen KSM, der auch der Stadt Sulzbach Tipps und Ratschläge geben kann, was getan werden muss, um klimatechnisch auf Dauer sinnvoll zu sparen bzw. die Umwelt zu erhalten.

Anton Rauch, Sulzbach-Rosenberg

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