Leserbrief
Lieber die richtigen Pläne zeigen

Es ist schon erstaunlich, mit wie viel Eifer die Verantwortlichen vom eigentlichen Problem ablenken. Statt darüber nachzudenken, welch groben Einschnitt ein über 30 Meter langes Loch in der Bahnhofstraße darstellen würde, lenkt man das Augenmerk lieber auf die Qualität einer Fotomontage.

Selbsternannte Spezialisten hauen in die gleiche Kerbe. Als ob eine Rampe anders aussehen könnte als eine Rampe. Vermutlich hat sie auch noch ein Dach, das auf der Darstellung allerdings fehlt. Die Planungsbehörde soll längst eine eigene Visualisierung haben. Warum zeigt man die nicht?

Befürworter mokieren sich, wenn die Bürgerinitiative die gleichen Mittel anwendet, wie sie selbst, nämlich Dinge so darzustellen, dass sie die eigene Argumentation unterstützen. Auch die Aussagen der Politiker sind interessant: man spricht von einer demokratischen Entscheidung für die Rampe. Gleichzeitig wird kundgetan, dass man ja gar nicht weiß, wie sie einmal aussehen soll. Dass man eine Altstadt nicht endlos an immer größer werdende Autos anpassen kann, dürfte jedem klar sein, der denken kann.

Natürlich brauchen wir auch den Individualverkehr, aber um schnell eine Frühstückssemmel zu kaufen, fährt keiner in eine Tiefgarage. Gegen eine Quartiersgarage spricht dagegen nichts. Damit werden die Straßen von den Fahrzeugen der Anwohner und Beschäftigten entlastet zugunsten der "Schnell-eine-Brotzeit-Käufer". Die Einfahrt könnte dezent in der Ziegelgasse verborgen sein.

Helmut Schuster, Amberg
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