Leserbrief
"Maulkorberlass" für Sahra Wagenknecht

Zur "Political Correctness":

Wer irgendwie gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Merkel eine kritische Haltung einnimmt, läuft Gefahr, als rechtslastiger Zeitgenosse eingestuft zu werden. Jetzt kommt eine interessante Meinungsäußerung aus der linken Szene. Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte nach dem Selbstmordanschlag von Ansbach, "dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ,Wir schaffen das' uns im letzten Herbst einreden wollte." Nach meiner Interpretation sprach Wagenknecht die Probleme der Flüchtlingspolitik an, die wir hier tatsächlich haben, wenn eine Million Flüchtlinge versorgt und integriert werden sollen, von denen sich eine unbekannte Anzahl unregistriert aufhält. Man darf diese Realität nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Die Reaktionen auf Wagenknecht: Türkischer Verband vergleicht Wagenknecht mit Trump. Ein Linken-Abgeordneter fordert den Rücktritt von Wagenknecht. Gregor Gysi gibt seiner Nachfolgerin den Ratschlag: "Vielleicht sollte sie sich jetzt eine Weile zur Flüchtlingsfrage einfach mal nicht äußern." Das ist Maulkorberlass pur!

Karl Dieter Schlitt, 92237 Sulzbach-Rosenberg
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