Leserbrief
Mehr Würdigung verdient

Zum "Triple" von Eric Frenzel:

Die grandiose Leistung von Eric Frenzel hätte mehr Würdigung in den Fernsehmedien verdient. Was für ein Sportwochenende. Angelique Kerber gewinnt die Australien Open, die Rodler holen alle Weltmeistertitel, die Handballer schreiben ein neues Winter-Märchen und werden Europameister. Was leider kaum wahrgenommen wird in den Fernsehmedien: Eric Frenzel gewinnt trotz eines dramatischen Sturzes beim Springen mit einer nahezu unmenschlichen Laufleistung zum dritten Mal in Folge die Nordische Kombination in Seefeld.

Eric Frenzel, für den sich nach einem Sturz im Springen ein großer-Vorsprung in einen 56-Sekunden-Rückstand verwandelte, fing auf der Zehn-Kilometer-Langlaufstrecke mit einer grandiosen Leistung den führenden Japaner Akito Watabe noch ab. Frenzel feierte damit einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg - er gewann bereits 2014 und 2015 und nach dieser Dramatik nun auch 2016 das sogenannte Seefeld-Tripel. Was muss jemand noch leisten, um in den Fernsehnachrichten und Sportberichten eine entsprechende Würdigung zu erhalten?

Es ist schön, dass der Wahl-Oberpfälzer Eric Frenzel Deutscher ist und diese Siege auch für Deutschland erringt. Aber es ist schade für ihn, dass er kein Engländer ist. Denn für diese, seine Leistung in Seefeld, würde er in England geadelt und von der Queen zu Recht zum Ritter geschlagen. Ich ziehe meinen Hut vor dem König von Seefeld und verneige mich vor Sir Eric Frenzel.

Wolfgang Gorny, 92718 Schirmitz
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