Leserbrief
Mit Wehrpflicht nicht passiert

Hat man im Verteidigungsministerium und in der bundesdeutschen Gesellschaft wirklich geglaubt, die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahre 2011 hätte keine Auswirkungen auf die Struktur der Truppe?

Der Begriff des "Staatsbürgers in Uniform" wurde politischen Zwängen geopfert, in der die Truppe mit der freien Wirtschaft um Nachwuchskräfte konkurrieren muss. Durch das Fehlen des in der Wehrpflicht entstehenden natürlichen "Meinungsaustausches" auch zwischen Bildungsfernen und Akademikern besteht zwangsläufig die Gefahr einer militärischen "geschlossenen Gesellschaft".

Um die Akzeptanz der Streitkräfte in der Bevölkerung zu gewährleisten, tritt hier der Reservistenverband in Aktion. Allerdings gestaltet sich die Nachwuchs-Gewinnung ohne Wehrpflicht immer schwieriger und eine Überalterung in den Reservistenkameradschaften ist zu erkennen. Das Amt des Verteidigungsministers gilt ja als politischer "Schleudersitz", trotzdem muss die Politik weiterhin für Transparenz in den Streitkräften sorgen, um den Begriff des "Staats im Staate" zuvorzukommen.

Alfred Kick, 92648 Vohenstrauß
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