Leserbrief
Nicht gegen die Mehrheit der Bürger

Zu einer Bargeld-Obergrenze:

Mit dem Tage der Abschaffung des Bargeldes, was ja das Ziel des ganzen ist, werden wir alle endgültig zum gläsernen Bürger. Wir können nichts mehr kaufen, verkaufen, eine Gaststätte besuchen usw., ohne digitale Spuren zu hinterlassen.

Diese Daten sind hochinteressant für den Staat, Banken, Versicherungen, Krankenkassen, Werbeindustrie u. a.. Wie steht es mit der Sicherheit? Wir sind bis heute nicht in der Lage, einen Tachometer in ein Auto zu bauen, der - zu Analogzeiten war es aufwendiger - dank Digitalisierung nicht binnen weniger Sekunden manipuliert werden kann.

Warum sollte das bei unserem Konto anders sein? Enteignung per Mausklick in Sekunden! Viel Spaß bei der Nachweisführung - oder erstellen Sie jeden Tag einen Kontoauszug?

Herr Schäuble, Hände weg vom Bargeld! Mit der Anwendung des aktuellen Geldwäschegesetzes, wonach jeder ab einer Barzahlungs-Höhe von 15 000 Euro überprüft wird, hätten unsere Beamten genug zu tun, aber im Kern geht es ja um die Kontrolle der Finanzen der Bürger.

Horst Seehofer, sonst um kein Statement verlegen, sagt gar nichts zu den Berliner Plänen. Sollte man dies als stillschweigende Zustimmung der CSU deuten können? Theo Waigel, Ex-Bundesfinanzminister, hat es bei Anne Will auf den Punkt gebracht, sinngemäß sagte er: Ich kann der Politik nur raten, es nicht gegen die deutliche Mehrheit der Bevölkerung durchzusetzen.

Gefragt werden wir Bürger nicht, also müssen wir mit den Füßen abstimmen, zahlen wir mit Bargeld.

Ulrich Köber, 92637 Weiden
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