Leserbrief
Nordostbayern hat aus der Randlage nichts gelernt

Zu ihrem Artikel fällt mir ein, dass dies die gesamte Region Nordostbayern betrifft. Durch die Grenzen nach Norden und Osten war die Denkweise nach Westen und Süden gerichtet. Seit der Grenzöffnung vor 25 Jahren hat sich da bei vielen Mitbürgern nicht viel geändert. So ist es zu verstehen, dass man bei nötigen Änderungen in den Verkehrswegen die auftretenden Probleme lieber in die Nachbarschaft verlagert, als einzusehen, dass der gerade Weg mit den geringsten Steigungen zu weniger Belastungen führt, als die Umwege über Berg und Tal. Als Beispiele sind zu nennen die Widerstände beim Bau von A 93, A 6, B 303, zum Teil B 173 und B 299.

Auch die anstehende Elektrifizierung der Bahnlinien Hof-Regensburg und Eger-Nürnberg führt zu Kontroversen. Dabei ist die Strecke ab Marktredwitz nach Eger nur eingleisig, was beim heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr zeitgemäß ist. Die Strecke war einst mit zwei Schienensträngen geplant, was in der Bauausführung an etlichen Brücken leicht zu erkennen.

Man braucht kein Historiker zu sein, um zu wissen, dass es Folge der Weltkriege war, die uns in eine unselige Randlage brachte. Eine Randlage die mit einer Ruhe einher geht, die schließlich in der "Insel der Seligen" endet. Dass die B 15 von Hof nach Kiefersfelden (Inntal) als Autobahn A 93 über Landshut Rosenheim geplant war und bis heute nur teilweise realisiert ist, liegt wohl auch an den Widerständen im Raum zwischen Regensburg und Inntal-Dreieck. Man braucht nur den Verkehrsfunk zu hören, um mitzukriegen, wie viele "Staukilometer" täglich entstehen. Zusätzlich kommt es zu Abgasen, die bei normalem Verkehr (Richtgeschwindigkeit) nicht auftreten würden.

Roland Wunderlich, 95615 Marktredwitz
Weitere Beiträge zu den Themen: Leserbriefe (395)Grenzöffnung (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.