Leserbrief
"Nur eine Stromwende"

In unserer Ausgabe vom 20. November berichteten wir unter der Überschrift "Kleinwindrad dreht sich nicht" über einen Antrag, den der Marktrat in Wernberg-Köblitz in öffentlicher Sitzung zu behandeln hatte. Dazu erreichte uns eine Zuschrift, in der es heißt:

"Mit Interesse habe ich den Artikel über die Nichtgenehmigung des Kleinwindrades in Wernberg-Köblitz gelesen. Ich war sehr angetan, dass die Gemeinde, auch Markträtin Marianne Schieder, mit der Entscheidung verantwortungsvoll umgegangen sind. Dies hätte ich mir auch vom Landratsamt Schwandorf und unserer Nachbarsgemeinde Pfreimd gewünscht, als der Windpark Pamsendorf genehmigt wurde.

Wir Gleiritscher haben dann das auszubaden, was man nicht 'seinem schlimmsten Feind' wünschen möchte: fünf Windradmonster, die nichts zu erneuerbaren Energien beitragen, weil einfach zu wenig Wind bei uns weht (siehe Windatlas), deren Bau unsere Natur und Tiere massiv beeinträchtigt, unsere Gesundheit zerstören kann und den Wert unserer Immobilien drastisch 'nach unten fallen lässt'.

Und natürlich haben die Investoren nach dem Gerichtsurteil, indem fast alle unsere vorgebrachten, sachlich untermauerten Argumente nicht relevant waren, sofort mit dem Bau der Zuwegungen begonnen. Sie wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen! Ja, es ist wirklich wahr, dass Windräder, die nicht rentabel sind, 20 Jahre gefördert werden und dies zahlt wie immer, der Steuerzahler!

Der Bau solcher Windräder dient nicht der Energiewende, sondern ist nur eine sogenannte Stromwende, und ist für die rentabel, die hier investieren. Hier sollte sich die Politik einfach einmal Gedanken machen, ob wir es uns noch leisten können, so viele unsinnigen Bauvorhaben zu fördern, wenn auf der anderen Seite viele, viele Menschen zu uns kommen, die wirklich unserer Hilfe bedürfen.

Ich selbst bin für die Energiewende, aber die Standorte müssen so gewählt sein, dass alle davon profitieren, nicht nur eine paar Wenige. Die von der Kanzlerin ausgerufene Energiewende, scheint zu wenig durchdacht zu sein. Die Forschung ist zu kurz gekommen, emotionale Entscheidungen wurden getroffen und nun müssen es die Menschen ausbaden, die keine Lobby haben."

Elisabeth Krammer-Mühlbauer, Gleiritsch

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