Leserbrief
Nur schwer nachvollziehbar

Zu dem Bericht "Abfälle vom Regierungstisch" vom 13./14. Februar:

Leise Töne, so wie beim Politischen Aschermittwoch der CSU, gab es bei der Veranstaltung des SPD-Stadtverbandes nur wenig. Die SPD-Spitze holte, trotz des Zugunglücks in Bad Aibling und der Absage der Großveranstaltungen aller Parteien, zum einseitigen politischen Schlagabtausch aus. Als aufmerksamer Zeitungsleser wundert es mich sehr, dass Birgit Fruth die bisherige gemeinsame Arbeit des Stadtrats sehr oft negativ darstellt. Die öffentlichen Aufgaben der 3. Bürgermeisterin wurden von ihr schon mehrmals als minderwertig betitelt. Schätzt sie die Arbeit ihrer Fraktionskollegin Brigitte Netta als qualitativ unzureichend ein, oder sieht sie die Veranstaltungen und Gesprächspartner, an denen die 3. Bürgermeisterin als Vertreterin der Stadt teilnimmt, als "Abfall" an?

Als Kooperationspartner der CSU ist die SPD seit Mai 2014 mit in der Verantwortung. Alle Stadträte werden über die anstehenden Punkte der Sitzungen informiert und können von der Verwaltung Informationen anfordern. In den Ausschüssen sitzen die Mitglieder ihrer Fraktion und sind an den Beschlussvorlagen beteiligt. Wo hier Informationen zurückgehalten werden, kann ich nicht nachvollziehen. Der Entscheidungsstau liegt an der Blockadepolitik der letzten Legislaturperiode der Oppositionsparteien, die die Mehrheit im Stadtrat hatten. Zusammenarbeit und Kooperation zum Wohl von Amberg kann nicht nur in der Veröffentlichung von negativen Schlagzeiten und ständigen Schlechtreden von Entscheidungen und Ideen stattfinden.

Wenn man die Öffentlichkeitsarbeit verfolgt, sieht sich der SPD-Stadtverband nicht als Kooperationspartner in den Entscheidungen der Stadt, sondern verhält sich wie eine Oppositionspartei mit dem Ziel die Zusammenarbeit mit der Mehrheitspartei konsequent zu erschweren. Zum Schluss überlege ich mir, wie die SPD reagiert hätte, wenn beim politischen Aschermittwoch der CSU der Kreisvorsitzende Stefan Ott die Arbeit der politischen Mitbewerber kritisch beleuchtet hätte.

Birgit Wittmann, Amberg

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