Leserbrief
Oberpfalz-Magistrale als das "Güterzugklo Europas"

"Wenn zwei streiten, muss der Dritte nicht zahlen":

Der Weidener Baudezernent und Stadtplaner Bohm hat mit seiner Aussage "Unsere Oberpfalz-Magistrale soll das Güterzugklo Bayerns werden" nicht ganz recht. Die Oberpfalz-Magistrale wird das Güterzugklo Europas!

Denn als bereits benannter europäischer TEN-V Güter-Korridor sind die zukünftigen Güterzugbewegungen nur dahingehend prognostizierbar, dass sie erheblich zunehmen werden: Und dies überwiegend im Transitverkehr, ohne irgendeinen Nutzen für die Region.

Was bleibt sind der Lärm und die Belastungen für Anwohner und Kommunen. Der gesetzliche Schutz vor Schienenlärm ist nicht ausreichend und wird sicherlich noch für manch eine böse Überraschung sorgen. Vor allem dann, wenn Erwartungen der Betroffenen nicht erfüllt werden.

Das krampfhafte Festhalten mancher politischer Mandatsträger, dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen, wirkt mittlerweile peinlich, denn die Neuaufnahme einer möglichen Fernverkehrsverbindung wird die negativen Folgen des Ausbaus der Bahnlinie Hof-Regensburg in keinster Weise abmildern. Auch Beruhigungspillen wie "wunderwirkende Kunststoff-Bremsklötze" brauchen mündige Bürger nicht.

Das Rezept der Politik müssen Stimulantia sein, die anregend und positiv wirken und so einen weitreichenderen und noch effizienteren Lärmschutz bringen.

Sandra Häusler, 92665 Altenstadt/WN
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