Leserbrief
Ohne Vollverschleierung weniger Ressentiments

Zur Diskussion über die Burka:

In der Debatte über die Verschleierung der moslemischen Frauen wird vieles nicht hinterfragt und auch verschwiegen. Was soll ein Großteil der Bevölkerung neben der Flüchtlings-Debatte, Einwanderungspolitik, missglückten Sicherheitspolitik und Annahme von Teilen einer anderen Kultur noch schlucken? Der Rechtsdrall musste nicht nur in Deutschland kommen, er ist da und dies sogar in der Schweiz, wo jeder vierte Staatsbürger ein Ausländer ist. Von den anderen Ländern wie Schweden, Holland, England gar nicht zu reden. Warum wird so manches verschwiegen?

Eine Burka-Trägerin ist am ganzen Körper, einschließlich dem Gesicht, mit einem hellblauen Tuch bedeckt, und hinter einem Stoffgitter sind die Augen versteckt. Es ist dies die extremste Form einer Verschleierung und wird der Anlass für viele Straftäter sein, unerkannt Taten zu begehen. Es ist deshalb nicht zu verstehen, dass kein Aufschrei von unseren Sicherheitsbehörden kommt.

Die weitere Verschleierung heißt "Nigab". Sie ist schwarz, bedeckt den ganzen Körper und das Gesicht und nur die Augen sind zu sehen. Der "Tschador", meist dunkles Tuch, wird als Umhang um Kopf und Körper getragen und lässt das Gesicht oder Teile davon frei. Alle anderen Umhänge wie der Hischab, Chimar usw. lassen das Gesicht frei und man weiß, mit wem man es zu tun hat. Es ist ein Märchen, wenn manche Politiker meinen, dass nirgends in Westeuropa ein Burka-Verbot in Sicht ist. Dazu gehe man z.B. in den Kanton Tessin, Schweiz. Hier werden Burka-Trägerinnen mit 100 Franken zur Kasse gebeten bzw. festgenommen. Dort hat man u. a. festgestellt, dass die Trägerinnen das Verbot befolgen, wenn sie auf das vom Parlament beschlossene Gesetz hingewiesen werden. In mehreren Kantonen gibt es dies schon, und demnächst kommt ein generelles Verbot.

Die Vollverschleierung hat dazu geführt, dass das Image von den strenggläubigen Muslimen massiv angekratzt wurde. Sobald das Gesicht voll zu sehen ist, treten wir auch diesem Personenkreis mit weniger Ressentiments entgegen.

Franz Scheibl, 92224 Amberg
Weitere Beiträge zu den Themen: Leserbriefe (402)Burka-Verbot (11)
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