Leserbrief
Parteibrille auch mal abnehmen

Zur Jahreshauptversammlung der CSU Weiherhammer und über das Gründungsjubiläum von CSU und Frauen-Union in der Ausgabe vom 30. April/1. Mai.

CSU-Vorsitzender Erwin Rast hat auf die Rettung des Vereinskartells durch Mitglieder der Union hingewiesen. Dabei hat damals die geübte Kritik über die Presse und nicht ein Gespräch zum Rückzug großer Teile des Vorstands, darunter auch des damalige Bürgermeister und Kartellvorsitzende Werner Windisch, geführt.

Rast spricht davon, dass die Erfolgsgeschichte in Weiherhammer nur von der Union geschrieben worden sei. Bürgermeister Ludwig Biller sagt, dass mit der Übernahme der Verantwortung durch die CSU nach vielen negativen Schlagzeilen die Gemeinde wieder auf dem Vormarsch sei. Haben sich die Wähler so getäuscht, als sie Werner Windisch zwei Male als Bürgermeister bestätigt hatten?

Man könnte jetzt Leistungen wie das Gemeindehaus in Trippach, das Feuerwehrhaus in Kaltenbrunn, die Sanierung der Grundschule und der Mittelschule in Weiherhammer, der Bau der Bahnüberführung, das Bürgerfest in Weiherhammer und nicht zu vergessen das neue Rathaus ausschließlich Werner Windisch zuschreiben. Doch ein Bürgermeister vollzieht die Beschlüsse des Gemeinderates, und zweitens haben hier die Bürger und die Vereine Anteil daran. Die Union war auch bei den negativen Schlagzeilen beteiligt, denn sie hat bei allen Entscheidungen im Gemeinderat immer mitgewirkt. Man kann aber auch nicht sagen, Bürgermeister Ludwig Biller sei schuld, weil Edeka nicht in Weiherhammer baut.

Wie negativ sich eine Sichtweise durch die Parteibrille auswirken kann, zeigt der Wirbel um eine Informationsveranstaltung von KAB und SPD über Flüchtlinge. Hier wurde die KAB-Vorsitzende massiv aus den Reihen der Union angegangen: "Eine Veranstaltung der KAB mit der SPD, das geht gar nicht, da kommen wir nicht." Man muss mit viel mehr Gefühl an die Dinge rangehen und viel mehr miteinander reden als übereinander.

Horst Frischmann 92729 Weiherhammer

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