Leserbrief
Regierung kommt vor Bürgern


Auch wenn die Regierung der Oberpfalz einen Planfeststellungsbeschluss getroffen hat: Gegen die geplante Trasse regt sich weiterhin Widerstand. Im Visier der Kritik steht auch Bürgermeister Jürgen Kürzinger: Sein Verhalten gegenüber den Anliegern der neuen Ortsumgehung sei "zweifelhaft", wirft ihm ein Leser vor:

Im November 2014 fand im Feuerwehrhaus eine Veranstaltung zur neuen Ortsumgehung statt. Darin ging es zuerst um eine Verhinderung, dann aber um eine Alternativtrasse. Anwesend waren unter anderem ein Vertreter der Regierung der Oberpfalz, der erste und der zweite Bürgermeister von Kirchenthumbach und circa 30 Anlieger der Umgehung. Eine Anwesenheitsliste ist verfügbar.

Der erste Bürgermeister, also Herr Kürzinger, versicherte den Anliegern darin seine Unterstützung für eine Alternativtrasse. Der Bürgermeister unterstützte dann die Anlieger aber in keinster Weise! Plötzlich und unerwartet für sie wurde die Planfeststellung im November 2015 ohne Änderung abgeschlossen. Daraufhin informierten mindestens zwei Anlieger Landrat Andreas Meier. Dieser erbat daraufhin eine Stellungnahme vom Bürgermeister.

In beiden unabhängigen Stellungnahmen, die Herr Kürzinger gegenüber dem Landrat abgab, versicherte er, übergangen worden zu sein und nichts zu wissen von einer Alternativtrasse. Außerdem behauptet er, dass keiner der Anlieger mit ihm gesprochen hätte. Das entspricht nicht den Tatsachen!

Er sieht sich in diesen Schreiben als Dienstleister der Regierung, und wollte wohl damit sagen, dass für ihn die Regierung vor den Bürgern kommt. Der Schriftwechsel liegt mir vor. Ich stelle hier keine Behauptungen auf, die nicht belegbar sind.

Muss nicht das höchste Gut eines Bürgermeisters Loyalität und Ehrlichkeit gegenüber seinen Gemeindebürgern sein? Bei Herrn Kürzinger sehe ich diesen Anspruch, zumindest in dieser Sache, nicht.

Manfred Schwendner Kirchenthumbach

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