Leserbrief
Renten der Realität anpassen

"Junge Union: Später als mit 67 Jahren in Rente":

Rechnet die Junge Union richtig? Tatsache ist doch, in Zukunft wird es immer weniger Arbeitsplätze geben; der ältere Arbeitnehmer ist auch häufiger krank, mit steigendem Alter immer mehr. Zunehmende Arbeitsverdichtung belastet gerade die älteren Arbeitnehmer am meisten. Vorzeitige Verrentungen aus gesundheitlichen Gründen nehmen jetzt schon zu.

Auf der anderen Seite werden junge, hoch qualifizierte Menschen oft jahrelang in Praktika mit geringem Gehalt hingehalten, werden oft jahrelang mit Zeitverträgen abgespeist. Wenn, wie im Artikel prophezeit, in einigen Jahren mit Renten um 30 Prozent des letzten Durchschnittseinkommens zu rechnen ist, die garantiert nicht zum Leben reichen, kann ich nicht verstehen, dass gerade junge Leute die Alten in die Pflicht nehmen wollen. Die solidarische Lebensleistungsrente, das bedeutet eine staatliche Renten-Unterstützung, ist die einzige realistische Lösung. Im Gegenzug müsste die Gesellschaft dafür sorgen, dass die Jugend leichter an gut bezahlte Jobs gelangt. Der Generationenvertrag bedarf einer der Realität angepassten Änderung.

Dr. Hans Höllein, 92253 Schnaittenbach
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