Leserbrief
Schutzbedürftige auch ins BWK

Zum sanierungsbedürftigen Frauen-Schutzhaus:

Ich habe den Artikel gelesen und hatte vor etwa 30 Jahren ein ähnliches Problem: Ich stand als junge Mutter mit zwei Kleinkindern im Alter von vier und zweieinhalb Jahren plötzlich auf der Straße. Ich fand in einer Amberger Fremdenpension für drei Monate Unterschlupf. Aus diesem Grund finde ich es hervorragend, dass es mittlerweile solche Schutzwohnungen gibt.

Wenn ich aber lese, in was für Zustände dort Frauen mit ihren Kindern leben müssen, dann stellen sich meine Nackenhaare auf. Nichts gegen Flüchtlinge und Asylanten, die zu uns kommen und Hilfe benötigen, nur für diesen Personenkreis werden zur Zeit für etwa 100 Leute zwei neue Häuser in Amberg gebaut, neu möbliert, und ein dichtes Dach gehört auch dazu.

In Kürze sollen circa 280 Flüchtlinge im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus, das zur Zeit umgebaut wird, eine Unterkunft finden. Gibt es dort keine geeigneten Räume für Mütter mit Kindern, die Zuflucht suchen? Eine Bushaltestelle gibt es nur ein paar Meter weiter für Behördenerledigungen in der Stadt. Dass es dort zu Ausschreitungen der Flüchtlinge kommen könnte, kann ich mir kaum vorstellen, so lange die Frauen in Ruhe gelassen werden.

Ebenso müssten doch Möbel in großem Umfang vorhanden sein. Ferner gibt es genug Möbelgeschäfte, wo man mal fragen könnte, ob es Ausstellungsstücke oder Exemplar mit kleinen Fehlern gibt, die man relativ günstig kaufen könnte. Ehrenamtliche Helfer werden immer wieder gesucht, beziehungsweise: Wie viele Hartz-IV-Empfänger könnten dort mit Hand anlegen und sich nützlich zeigen und so Umbaumaßnahmen mit regeln?

Wie man liest, sind in Amberg günstige Sozialwohnungen nicht ausreichend vorhanden. Es werden aber immer mehr Häuser und Eigentumswohnungen gebaut, wie jetzt in der Jahnstraße. Die alten Mietwohnungen werden als Eigentumswohnungen verkauft und können restauriert werden. Warum kann man diese nicht herrichten und als Schutzwohnungen anmieten? Denn Bedarf dürfte ausreichend vorhanden sein.

Renate Hupfer Amberg

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