Leserbrief
Solidarität sieht anders aus

Zur Kritik von Wolfgang Schäuble an Sigmar Gabriel:

Ob das Sozialpaket für bedürftige Deutsche wirklich so erbärmlich ist, wie Bundesfinanzminister Schäuble behauptet, soll jeder Bürger selber entscheiden. Zur Rettung der Banken und von Griechenland wurden Hunderte von Milliarden ausgegeben. Aber wenn es um Rente, Bildung oder Pflege geht, heißt es immer, das ist zu teuer. Es gibt in Deutschland viele Menschen, die 40 Jahre gearbeitet haben und nun eine Rente bekommen, die unter der Sozialhilfe liegt. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein großer Riss durch unsere Gesellschaft geht. Dann verlangt die EU-Sozialkommissarin einen größeren Beitrag von Deutschland in der Flüchtlingsfrage - mit der Begründung, wir haben wenig Arbeitslose und eine funktionierende Marktwirtschaft. Werden wir Deutsche für diese Tatsache abgestraft? Geht es hier nach dem Motto "Deutschland rettet die Welt?" Die gute Frau sollte die EU-Länder scharf kritisieren, die in der Flüchtlingsfrage nichts bis wenig tun. Solidarität innerhalb der EU sieht anders aus!

Werner Wirth, 92685 Floß
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